Warum? Wohin?
Gerade weil viele Liededitionen immer wieder dieselben Komponisten und Werke vorstellen, weckt die CD des österreichischen Baritons Wolfgang Holzmair mit weitgehend unbekannten, jedenfalls selten gesungenen Vertonungen von Hymnen und Oden Friedrich Gottlieb Klopstocks durch Carl Philipp Emanuel Bach, Gluck und Schubert besonderes Interesse. Weil man dem Unternehmen darum mit Sympathie begegnet, ist die Enttäuschung besonders groß. Holzmair, der auf der Opernbühne vor allem als Papageno in Erinnerung bleibt, hat seine beste Zeit hinter sich (und ist inzwischen vom Podium abgetreten).
Die Stimme klingt trocken, bricht im Forte ständig aus der Linie aus, so dass das Zuhören wenig Freude macht. Daran kann auch das kompetente Spiel des Pianisten Wolfgang Brunner auf Nachbauten zweier zeitgenössischer Hammerklaviere nichts ändern.
Ähnlich überflüssig ist die beim selben Label Gramola erschienene CD eines live in Seoul mitgeschnittenen Liederabends des koreanischen Baritons Siwoung Song, der, am Klavier souverän begleitet von seinem Lehrer Helmut Deutsch, neben Schumanns «Dichterliebe» Lieder von Mozart und Hugo Wolf singt. Songs Stimme klingt angenehm, ist technisch versiert, aber der Ton ...
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Opernwelt Juni 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 23
von Uwe Schweikert
ARD-ALPHA
4.6. – 11.00 Uhr
Fritz Wunderlich.
Unvergessene Aufnahmen.
13./27.6. – 22.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
14.6. – 11.00 Uhr
«Deswegen ist Musik das Wichtigste.»
Porträt der Sopranistin Annette Dasch.
21.6. – 11.00 Uhr
Die Gretchenfrage.
Konzert von Annette Dasch aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz.
28.6. – 11.00 Uhr
Quintette Aquilon.
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Christiane Karg im Netzkostüm, mit ermattet geschlossenen Augen, die rechte Hand in Verzweiflungsgeste vors Gesicht geführt: So präsentiert sich das Cover ihrer neuen CD. Das Booklet verheißt «Ausnahmezustände im Angesicht von Zerstörung und menschlicher Niedertracht. Abschiede, die einem das Herz zerreißen». Vor allem die verlassene Geliebte. «Eines ist...
Die neue Oper von Peter Eötvös verdankt sich einem Joint Venture: einem schon vor geraumer Zeit vergebenen Kompositionsauftrag der Kölner Philharmonie sowie einem jüngeren, auf Vorschlag von Henri Dutilleux erteilten des New York Philharmonic Orchestra. Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort ließ sich darauf ein – unter der Bedingung, dass die Uraufführung in...
