Oper für alle
Erinnern wir uns. Vor Jahren war es, da kreierte ein japanischer Autokonzern einen Werbe-Slogan, der, kaum war er in der Welt, allerorten reichlich zitiert wurde, weil er sich im Grunde auf fast jeden Lebensbereich anwenden ließ: Nichts ist unmöglich. Die Moderne nach der Postmoderne hat diese «Erkenntnis» längst verinnerlicht – allerdings mehr in technischer als in ästhetischer Hinsicht, wie es scheint. Und auch die Sphäre der Oper ist von dieser Beschleunigung der Vorgänge, die zusammengeht mit der Verbreitung von Ereignissen, nicht unangetastet geblieben.
Vorreiter der Entwicklung ist nicht erst seit gestern die New Yorker Metropolitan Opera, die sich unter General Manager Peter Gelb intensiv darum bemüht, ihre Produktionen global zugänglich zu machen.
Und so erstaunt es wenig, dass auch die neueste Meldung aus Manhattan kommt: Seit Ende Oktober offeriert die Met einen neuen Subskriptionsservice, der ein weltweites Publikum erreichen soll. Einhundertzwanzig historische Aufnahmen sowie fünfzig Opernproduktionen des Musentempels sind – für einen monatlichen Obolus von fünfzehn Dollar – als Videoaufnahmen verfügbar, sämtlich im sogenannten HD-Format. HD, hierzulande ...
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Don Giovanni», Verdis «Otello», Gounods «Roméo et Juliette» – die Eröffnungspremieren der Salzburger Festspiele mit den attraktiven und populären Titeln waren die ganze Festivalzeit über auf dem Programm (siehe OW 9-10/2008). Das etwas sperrigere Angebot folgte in der zweiten Festspielhälfte: Bartóks «Herzog Blaubarts Burg», Dvoráks vor allem wegen der Mond-Arie...
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Bereits zu ihrer Entstehungszeit wurde Vincenzo Bellinis vierte Oper «La straniera» kontrovers aufgenommen: Während das Drama um eine untergetauchte Franzosenkönigin («Die Fremde») den Geschmack des Publikums traf, das nach bizarren mittelalterlichen Schauergeschichten dürstete, bemängelten die Kritiker die Kurzatmigkeit der melodischen Empfindung. Letzteres lag...
