Battistelli: The Fashion
Dass nicht nur Musik Mode wird, sondern Mode auch mal Musik, mag als faszinierende Idee erscheinen. Mode freilich muss sich immer «auf der Höhe der Zeit» bewegen. Folgerichtig müsste auch die musiktheatrale Annäherung an den auratischen wie den kommerziellen Begriff von Mode up to date sein. Giorgio Battistelli mag dergleichen durch den Kopf gegangen sein, als er sich vom Intendanten der Deutschen Oper am Rhein für ein Projekt gewinnen ließ, das auf die «Modestadt Düsseldorf» zugeschnitten wurde: «The Fashion».
Die Musik zu dieser (englisch gesungenen) «Modischen Oper in 12 Szenen» unterscheidet sich nicht prinzipiell von der zu Battistellis Fellini-Paraphrase «Prova d’orchestra» oder der zu «Richard III.» (nach Shakespeare) – es sei denn durch ein höheres Maß an melodischer Konzilianz und orchestraler Glätte. Vielerlei historisches Material fließt in Battistellis Partituren ein, in denen die Turbulenzpassagen breiten Raum einnehmen und aus deren in unterschiedlicher Weise gebändigtem Chaos immer wieder höchst sangbare Passagen auftauchen. Jeanne Piland war die Partie einer nicht mehr ganz jugendfrischen Mailänder Modeschöpferin zugedacht. Mehr noch kann sich in der ...
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