Battistelli: The Fashion

Düsseldorf, Battistelli: The Fashion

Opernwelt - Logo

Dass nicht nur Musik Mode wird, sondern Mode auch mal Musik, mag als faszinierende Idee erscheinen. Mode freilich muss sich immer «auf der Höhe der Zeit» bewegen. Folgerichtig müss­te auch die musiktheatrale Annäherung an den aura­tischen wie den kommerziellen Begriff von Mode up to date sein. Giorgio Battistelli mag dergleichen durch den Kopf gegangen sein, als er sich vom Intendanten der Deutschen Oper am Rhein für ein Projekt gewinnen ließ, das auf die «Modestadt Düsseldorf» zugeschnitten wurde: «The Fashion».


 Die Musik zu dieser (englisch gesungenen) «Modischen Oper in 12 Szenen» unterscheidet sich nicht prinzipiell von der zu Battistellis Fellini-Paraphrase «Prova d’orchestra» oder der zu «Richard III.» (nach Shakespeare) – es sei denn durch ein höheres Maß an melodischer Konzi­lianz und orchestraler Glätte. Vielerlei his­torisches Material fließt in Battistellis Partituren ein, in denen die Turbulenzpassagen breiten Raum einnehmen und aus deren in unterschiedlicher Weise gebändigtem Chaos immer wieder höchst sangbare Passagen auftauchen. Jeanne Piland war die Partie einer nicht mehr ganz jugendfrischen Mailänder Modeschöpferin zugedacht. Mehr noch kann sich in der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 52
von Frieder Reininghaus

Vergriffen
Weitere Beiträge
Große Sänger, kleine Schwächen

Die niederländische Sopranistin Gré Brouwenstijn (1915-1999) war einige Jahre lang eine wichtige Säule der Bayreuther Festspiele, in ihrer Heimat und in England hat man sie besonders als Verdi-Interpretin geschätzt. Der größte Teil ihrer von der Firma Philips produzierten Aufnahmen wurde im CD-Zeitalter nicht mehr aufgelegt. Preiser hat nun einige Einzeltitel zu...

Zurück nach St. Petersburg, ab ins Irrenhaus

Den Eigenwilligkeiten des ­modernen Regietheaters, die längst auch die Oper überfallen haben, bieten hier und da Gegenkräfte die Stirn. Eine dieser Gegenkräfte trägt den Namen Peter Stein. Die einstige Lichtfigur des deutschen Schauspiels, mit der sich der inzwischen verblasste Ruhm der Berliner Schaubühne verband, beharrt für die Oper auf dem, was man gemeinhin...

Gepflegter Führungsstil

Nein, Claus Guths Salzburger Inszenierung von Mozarts «Figaro» habe er nicht gesehen, beteuert Paul-Emile Fourny. Und damit natürlich auch nicht jenen Cherubin, der bei Guth schweigend durch den Salon des Alma­viva’schen Herrenhauses geistert. Die drei Engel, die der Intendant der Opéra de Nice nun für eine neue «Tosca» aufbietet, habe Ausstatter Louis Désiré ins...