Luftgeister mit Luzikamel

Olympia sei Dank: «Mittwoch aus Licht» und ein Stockhausen-Symposion in Birmingham

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Sicher, irgendwie war er nicht von dieser Welt. «Ich wurde auf Sirius ausgebildet, und dort will ich auch wieder hin», erklärte Karlheinz Stockhausen einmal, als er noch im Bergischen Land wohnte. In Kürten bei Köln, wo er 26 Jahre lang, von 1977 bis 2003, an seinem opus magnum, dem siebenteiligen Opernzyklus «Licht» gearbeitet hatte. Er sah sich als Geisteswesen, von Engeln geführt und von kosmischen Schwingungen beseelt, als Überbringer göttlicher Botschaften, auf der Durchreise zu höheren Sphären. Im Dezember 2007 ist Stockhausen von uns gegangen.

Wir wissen nicht, ob sich sein Wunsch erfüllt hat. Aber er glaubte fest daran, «dass der Mensch mit dem Kopf im Himmel ist» – ohne es zu merken. Die Schwerkraft überwinden, den Körper verlassen, frei durch unendlich weite Räume gleiten, fernen Galaxien und fremden Wesen entgegen: Das war der Lebenstraum des berühmtesten, umstrittensten deutschen Komponisten der Nachkriegszeit. Ein Science Fiction-Traum, an dem sich seine Fantasie immer wieder neu entzündete, um abenteuerliche Klänge, Figuren und Aktionen zu gebären. Ein Leuchtfeuer fürs Abheben und Schweben über den Dingen. Aus Träumen schien Stockhausen jene imaginäre Energie ...

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Opernwelt November 2012
Rubrik: Stockhausen, Seite 54
von Albrecht Thiemann

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