Sarastros Kuss
Schwierig ist er, der Weg der Prüfungen, den Pamina und Tamino zu beschreiten haben. In dieser Produktion der Elsässischen Rheinoper verbergen sich hinter den Schreckenspforten die ganz großen Katastrophen – Tornado, Tsunami. Die echte Natur hat die virtuelle wieder eingeholt, scheint Regisseurin Mariame Clément damit in ihrer Zauberflöten-Deutung sagen zu wollen: Die Laborversuchsanordnung des Sarastro bricht auf, und zum Vorschein kommt wieder jene Wildnis, die man schon aus dem ersten Akt kennt.
Ob das ein post- oder prä-apokalyptischer Zustand ist, sei dahingestellt, jedenfalls wirken die beiden Welten erst mal versöhnt, und durch den Kuss des Sarastro scheint die Königin der Nacht nun teilhaben zu dürfen an der «Welt der Sonne» – die Gegensätze ziehen sich menschelnd an.
Mit einem Marionettentheater vergleicht die französische Regisseurin die Zauberflöte da, wo es um die Beziehung dieser beiden zentralen Figuren geht, über deren Verortung sich die Interpreten immer wieder uneins sind. Und so ist dieses Ende auch wie ein Märchenschluss zu sehen, denn Sarastro und die Königin bleiben den ganzen Abend über seltsam eigenschaftslos. Naturprinzipien flankieren die «Sternflammende» ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Alexander Dick
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arte
1./7./13./19./25.2. – 6.00 Uhr (1)
24.2. – 23.35 Uhr (2)
Gustavo Dudamel dirigiert
1. Brahms: 3. Symphonie.
2. Berlioz: Symphonie Fantastique. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.2. – 5.15 Uhr (4)
9.12. – 5.15 Uhr (5)
Der Kreuzchor.
Dokumentation von Jana von Rautenberg über den berühmten Knabenchor.
3.2. – 14.00 Uhr
Französische und spanische Musik.
Live von...
