Fünf aus zweiundzwanzig
Die Idee, im Mozart-Jubiläumsjahr 2006 bei den Salzburger Festspielen alle zweiundzwanzig Bühnenwerke des Komponisten zu zeigen, kam dem Künstlerischen Leiter Peter Ruzicka angeblich schon vor seinem Arbeitsbeginn an der Salzach. Jetzt ist es so weit. «Mozart 22», wie das überall sichtbare Signet verkündet, läuft wie geplant. Bei Redaktionsschluss dieser «Opernwelt»-Ausgabe waren sechs Werke absolviert, darunter der mit Spannung erwartete neue «Figaro» (siehe Seite 24).
Natürlich kann selbst ein Großfestival wie Salzburg nicht alle «Zweiundzwanzig» allein und ganz neu stemmen: «Don Giovanni», «La clemenza di Tito», «Idomeneo», «Così fan tutte», «Die Entführung aus dem Serail», «Mitridate, re di Ponto» stammen, natürlich frisch überarbeitet, aus dem Festspielfundus der vergangenen Jahre. Andere Inszenierungen liefern korrespondierende Bühnen.
Aus dem Fundus sollte eigentlich auch «Die Zauberflöte» aus dem Vorjahr ins Jubläumsfestspiel übernommen werden. Doch Graham Vicks etwas wirre, vielleicht sogar absichtlich provokative Inszenierung von 2005 erregte die Gemüter so stark, dass man sich entschloss, auf sie zu verzichten und durch eine Neuinszenierung zu ersetzen. So kam der ...
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