Komische Opern

Früher hatte er viel Freude am Bühnenspaß. Dann schlug ihn eher der Ernst des (Opern-)Lebens in Bann. Das Komische, Groteske, den Klang des Lachens hat RENÉ JACOBS lange gemieden. Doch jetzt legt er wieder heiter los – mit Paisiello am Theater an der Wien (ab 16. Februar), demnächst auch mit Cimarosa, Salieri und Gassmann

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Herr Jacobs, Sie dirigieren in Wien den «Barbier von Sevilla» – aber nicht den von Rossini ...
Nein, das wäre ein noch größerer Schritt für mich gewesen. Mir geht es vorerst um den «Barbiere» von Giovanni Paisiello. Mozart fand Paisiello dermaßen gut, dass er dessen «Barbiere» eben deshalb fortsetzen wollte. Noch Rossini hatte Angst, dass sein «Barbiere» durchfallen würde, weil der Vorläufer von Paisiello so stark war. Das Lach- und Niesduo zwischen Bartolo und zwei Dienern hat er nicht einmal zu imitieren gewagt, so großartig ist es.



Um die komische Oper aus Italien haben die Spezialisten der Alten Musik bislang einen großen Bogen gemacht. Warum?
Man hat die Komische Oper für zu leicht befunden. Und unterschätzt. Auch ich muss zugeben, dass ich erst durch den Intendanten des Theaters an der Wien, Roland Geyer, darauf gestoßen wurde. Das war nicht meine Wahl. Jetzt aber möchte ich gern auch Cimarosa machen. Und in zwei Jahren Salieris «Falstaff».

Warum liegt auch bei Ihnen die Beschäftigung mit der Komischen Oper so lange zurück!??
Je älter ich werde, desto mehr zieht mich das Ernsthafte in seinen Bann. Ich habe früher viel Komische Oper gemacht. Gassmanns «L’opera seria», eines der ...

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Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Kai Luehrs-Kaiser

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