Angekommen

Rolando Villazón findet mit Konzert- und Einlagearien von Mozart zu sich selbst

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Vollkommen unbekannt sind Mozarts Konzertarien für Tenor nicht, die Rolando Villazón auf seinem neuen Album singt. Doch noch immer gehören sie zum Rand­repertoire, dem man nur selten auf Konzertpodien oder auf Tonträgern begegnet. Villazóns begeisterter Einsatz für diese Musik hat das Potenzial, an dieser Situation zumindest zeitweise etwas zu ändern, denn so, wie er diese Arien singt, entfalten sie ihren musikalischen Reichtum auf überzeugende Weise.



Schon die im letzten Jahr erschienene CD mit Verdi-Arien zeigte den Tenor auf einem Weg, der die offenkundig gewordene Stimmkrise wenn nicht vergessen, so doch in den Hintergrund rücken ließ. Villazóns Entscheidung, sein Repertoire umzustellen und sich eher lyrischen Partien zuzuwenden, scheint sich zu bewähren. Zu hören ist nicht ein Sänger, der sich mit den Resten seiner Stimme in ein Repertoire rettet, in dem er noch überleben kann, sondern einer, der dort angekommen scheint, wo er eigentlich hingehört. Die Energie, die Villazón seit je auszeichnet, sich einige Jahre lang aber zum Überdruck entwickelte, ist ihm geblieben, doch weiß er sie jetzt genauer einzusetzen. Nur in wenigen Momenten droht er sich allzu sehr dem ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Thomas Seedorf

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