Ein französischer Wegbereiter Glucks
Im französischen 18. Jahrhundert sind noch immer veritable Entdeckungen zu machen. Das beweist die CD-Veröffentlichung zweier Opern von Antoine Dauvergne (1713-1797), dem man in der Literatur zwar als Direktor der Pariser Oper nach 1769, aber nicht als Komponist begegnet.
Hercule mourant, eine tragédie lyrique, und La Vénitienne (1768), eine comédie-ballet, exemplifizieren am Ende des Barockzeitalters noch einmal die ganze Spannweite des französischen Musiktheaters und sind überdies ein wichtiges Bindeglied zwischen den Werken Rameaus und Mondonvilles und den Pariser Reformopern Glucks, an dessen Engagement Dauvergne beteiligt war. Für Hercule mourant, der, in Anlehnung an Sophokles’ Tragödie Die Trachinierinnen, Deïanieras unschuldigen Verrat und den Tod des Herakles darstellt, ließ er sich von dem Schriftsteller Jean-François Marmontel ein anspruchsvolles Reformlibretto schreiben, das auf den traditionellen Prolog verzichtet, ansonsten aber, wie in der tragédie lyrique seit Lully üblich, die Handlung durch ausgedehnte Tanzdivertissements unterbricht.
Im Übrigen fasziniert der schmucklose Ernst, mit dem Dauvergne sich auf die Hauptfiguren konzentriert, die sich im Stück selbst ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Uwe Schweikert
Während zahlreiche Orchester- und Chorwerke von Ralph Vaughan Williams (1872-1958) in Großbritannien oft gespielt werden, war sein Opernschaffen bislang allenfalls sporadisch auf Bühnen zu erleben. The Pilgrim’s Progress von 1951, seine letzte und umfänglichste Oper, basiert auf der christlichen Allegorie John Bunyans (1628-1688), die zu den Standardwerken der...
Zum Auftakt lautes Telefonklingeln. Kein Handy, denn auf der Bühne springt ein Anrufbeantworter an: Michael, Tanja Ariane und Paula sind nicht zu Hause, tönt es vom Band. Doch dann stürmen sie schon ins schicke Loft: Michael Nagy (Giulio Cesare), Tanja Ariane Baumgartner (Cornelia) und Paula Murrihy (Sesto) samt Partygefolge. Die Stimmung kippt, als ein Geschenk...
Bei Premierendaten Angabe der
Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
> Händel, Ariodante: 3. (P), 9., 16., 23. (Halász, Pataki)
> Superflumina: 14.
> 3....
