Instandgesetzt

Walter Felsensteins filmischer Nachlass fürs Heimkino

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Fünfzig Makel in neununddreißig Minuten. Risse, Schmutz, Wasserflecken, Drop-Outs, Tonschwankungen, verblasste Farben, Unschärfen. Eine kapitale Mängelliste. Dabei war der 1969 belichtete «Othello»-Streifen nicht einmal der gravierendste Problemfall, den die Spezialis­ten der Hallenser Firma Digital Images während der Instandsetzungsarbeiten für jene DVD-Edition zu lösen hatten, die zum ersten Mal alle sieben erhaltenen Opernfilme Walter Felsensteins einem größeren Publikum zugänglich macht.

Das in den Defa-Ateliers Potsdam-Babelsberg gedrehte Verdi-Opus stand wenigstens im originalen 35-Millimeter-Format zur Verfügung – so wie die wenig später entstandenen Offenbach-Farbfilme «Hoffmanns Erzählungen» (1970) und «Ritter Blaubart» (1973). Das Schwarz-Weiß-Dokument der berühmten, 1956 an der Komischen Oper herausgebrachten In­szenierung von Janáceks «Das schlaue Füchslein» zum Beispiel, 1965 in den TV-Studios Berlin-Adlershof aufgezeichnet, musste auf Basis minderwertiger Kopien von Kopien rekonstruiert werden – denn das damals für harte Dollars aus den USA importierte Magnetband, auf dem der Film zunächst gespeichert war, wurde nach dessen Ausstrahlung im DDR-Fernsehen alsbald ...

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Opernwelt Jahrbuch 2008
Rubrik: Bilanz, Seite 126
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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