Apropos... Bloß keine Rituale
Wie kommt man als Hörgeräte-Akustikerin auf die Opernbühne?
Das war eher ein Ausflug, den Beruf finde ich übrigens noch immer interessant. Die Leidenschaft für den Gesang hatte ich im Schulchor entdeckt und merkte schon da, dass mir beim Singen keine Probenzeit zu lang ist. Ich habe mich trotzdem für die Lehre entschieden, weil ich bei den Aufnahmeprüfungen für Gesang durchgerasselt war.
Auch weil es Irritationen oder Fehleinschätzungen wegen Ihrer vergleichsweise großen Stimme gab?
Das ist ja immer schwer einzuschätzen, gerade bei einer Stimme, die nicht in den nächsten fünf, sechs Jahren auf ihrem Höhepunkt sein wird. Letztlich schaffte ich die Prüfung mit Rollen wie Tschaikowskys Jeanne d’Arc oder Dalila von Saint-Saëns. Die haben gezeigt, dass da noch so etwas wie ein Nachbrenner kommen kann.
Wie schwer war das Warten für Sie?
Ich hatte Glück, dass ich von der Hochschule weg an die Staatsoper Hannover engagiert wurde. Suzuki, Maddalena, dritte Dame, das hilft einer Anfängerin sehr. Gleichzeitig war ich froh, dass ich nie überfordert wurde. Der Wechsel nach München bedeutete, dass man nicht gleich an größere Partien kommt, sondern in Sachen Qualität einen Schritt nach vorn tut. ...
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Opernwelt Februar 2016
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Wagner, Tannhäuser: 7. (P), 21., 28.2.; 6., 13.3.; 2., 24., 30.4.; 16., 26.5.
ML: Abdullah, I: Corradi, B+K:...
Es wäre ein bisschen zu einfach, wenn man sagen würde, dass «Il viaggio a Reims» und Christoph Marthalers Theaterästhetik gut zusammenpassen, weil die Menschen in Rossinis dramma giocoso auf eine Reise warten, die nie stattfindet, und weil Marthaler nun einmal der Regisseur ist, der aus dem Warten eine Kunstform gemacht hat. Nein, eigentlich war es ja der...
Erst 1999, mehr als drei Jahrzehnte nach ihrer Uraufführung, fand Astor Piazzollas «María de Buenos Aires» den Weg auf eine deutsche Bühne. Katja Czellniks Kieler Inszenierung (siehe OW 12/1999) galt als durchaus exemplarisch. Diesen Rang dürfte ihr die von Andreas Kriegenburg verantwortete Bremer Produktion des Werks nun streitig machen. Denn sie hat, was...
