Spaniens Blüten und andere Kostbarkeiten
Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh’n. Nicht nur als Sprachübung ist Iberien seit Langem auf der Musiktheaterbühne präsent, sondern in vielen anderen Facetten, als Schauplatz zahlloser Opernhandlungen von «Carmen» bis zu Udo Zimmermanns «Die wundersame Schustersfrau», durch zahlreiche renommierte Sänger von de los Angeles, Alvarez (Carlos und Marcelo), Aragall über Caballé, Carreras und Domingo bis zu Vargas und Villazón (wenn man die in der spanischen Tradition erzogenen Mittel- und Südamerikaner mit einbezieht).
Nur die spanische Musik selbst, speziell die Theatermusik, nahm bislang eine vergleichsweise eher wenig beleuchtete Position ein im europäischen Konzert. Erst in jüngeren Jahren entdeckte man etwa in der restlichen Welt den Schatz der Zarzuelas (gefördert freilich von Plácido Domingo, dessen Eltern in diesem Genre reüssierten), kam in der Folge auch das eine oder andere Musiktheaterwerk wie Tomás Bretóns «La Dolores» wieder ans Licht.
Die Zarzuela wird außerhalb Spaniens gern mit der Operette verglichen. Doch ist das Genre vielfältiger und weit älter, geht immerhin auf Calderon zurück, dessen «El golfo de las Sirenas» von 1657 als Initialzündung gilt. Damals ...
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