Dirigent des Jahres
Noch keine dreißig Jahre war Kirill Petrenko alt, als er den «Ring des Nibelungen» zum ersten Mal dirigierte: 2001 in Meiningen. Der Erfolg war so groß, dass der in Omsk geborene, in Österreich ausgebildete Dirigent als GMD an die Komische Oper Berlin wechseln konnte. Fünf Jahre hat er dort gewirkt und ist bei der «Opernwelt»-Kritikerumfrage zweimal zum
«Dirigenten des Jahres» gewählt worden (2007 und 2009). Nun folgt der dritte Schlag.
Für seinen «Ring» bei den Bayreuther Festspielen und für seine erste Spielzeit an der
Bayerischen Staatsoper, in der er unter anderem Zimmermanns «Soldaten» dirigierte, wurde Petrenko erneut «Dirigent des Jahres». Und er riss seine Musiker gleich mit: Das Bayerische Staatsorchester ist «Orchester des Jahres».
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Dirigent des Jahres, Seite 15
von
Er schmerzt, der kariöse Zahn des chinesischen Jungen, der in der Küche des «Goldenen Drachen» aushilft – und der nicht mehr weiß, was er tun soll, um sein Leid zu lindern. Der junge Mann ist auf der Suche nach seiner im Westen verschwundenen Schwester in diesem «Thai-China-Vietnam-Schnell-Restaurant» gestrandet, und weil er sich illegal im Land aufhält, ist eine...
Eigentlich wollte er kein Interview mehr geben. Aber dann hat Nicolai Gedda für uns eine Ausnahme gemacht. Vielleicht, weil er sich an die Begegnungen mit «Opernwelt»
erinnerte. An die vielen Treffen mit dem damaligen Chefredakteur Imre Fabian. An das Jahrbuch «Oper 1988», in dem die Gespräche dokumentiert sind. Zu dieser Zeit war der polyglotte, aus Schweden...
Man kann es aufregend oder niederschmetternd finden, bereichernd oder befremdlich. Fest steht jedenfalls, dass die aktuelle «Ring»-Produktion in Bayreuth durch auseinanderstrebende Kräfte gekennzeichnet ist. Und das in einer Weise, wie sie so extrem bei den Festspielen noch nie der Fall war. Was ist geschehen?
Zunächst die Inszenierung. Frank Castorf deutet den...
