Ein Italiener aus Deutschland
Fritz Wunderlich gehört zu den auserwählten Sängern, an denen man sich nie satt hören wird. Deshalb bedarf es in seinem Fall keines runden Gedenktages, um Retrospektiven seiner zahlreichen bekannten Aufnahmen zu veranstalten und immer neue aus irgendeiner Mottenkiste wieder ans Licht zu holen. Sony/BMG ist nun mit den ersten Veröffentlichungen des Tenors fündig geworden, die seinerzeit nicht bei einer offiziellen Plattenfirma, sondern bei einem «Europäischen Phono-und Buchclub Stuttgart» erschienen sind.
Dessen Publikationen waren Club-Mitgliedern vorbehalten sowie Lesern der damals noch jungen «Opernwelt», die sie als Prämie für einen geworbenen Abonnenten erhielten. Als in den sechziger Jahren Bertelsmann den Buchclub übernahm, wurden Wunderlichs «Jugendsünden» bei Eurodisc allgemein zugänglich gemacht, worüber der mittlerweile arrivierte Sänger nicht besonders glücklich war.
Jetzt sind sie auch auf CD zu haben. Ausschnitte daraus wurden schon vor Monaten in der Profil-Edition Günter Hänssler aufgelegt, Sony/BMG veröffentlicht nun die fünf Phono-Club-Querschnitte mit dem Tenor, ergänzt durch zahlreiche Einzelaufnahmen aus der gleichen Zeit, erstmals komplett in einer ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Im zurückliegenden Jahr feierte das Kölner Opernhaus am Offenbach-Platz seinen 50. Geburtstag. In einer klingenden Hommage, die das Schweizer Label Relief in Zusammenarbeit mit der Oper und dem WDR herausgebracht hat, wird die jüngere Geschichte des Hauses als eine Geschichte seiner bedeutendsten Sänger erzählt. Dass die klangliche Chronik im Jahr 1983 gleichsam...
Schon mit seiner ersten Opernregie, Glucks «Orpheus und Eurydike» im Januar 2006, gelang dem gebürtigen Magdeburger Andreas Kriegenburg ebendort ein Coup. Er verlegte das Liebesdrama in eine Zwischenwelt aus Mythos und Moderne, zeigte Figuren von heute, die dennoch etwas Überzeitliches hatten und ihr Schicksal gleich mehrfach erleben mussten.
Auch das Personal von...
Korn-Gold ist nun auch eine Farbe. Zwischen Ocker und Braun angesiedelt, wurde sie speziell für die Ausstellung «Die Korngolds. Klischee, Kritik und Komposition» entwickelt, mit der das Jüdische Museum Wien des vor fünfzig Jahren verstorbenen Komponisten Erich Wolfgang Korngold gedenkt – eines der Rätsel der Musikgeschichte: zuerst ungeheuer umschwärmt, dann...
