Abenteuer und Mission
Frau Munitz, die Israeli Opera in Tel Aviv wurde vor einem Vierteljahrhundert gegründet. Wo steht das Haus heute, was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Als wir anfingen, standen wir am Nullpunkt. Es gab zwar schon vorher eine Company, aber die stellte 1982 den Betrieb ein. Dass es überhaupt zur Neugründung einer Oper kam, war vor allem dem ehemaligen Bürgermeister von Tel Aviv, Shlomo Lahat, zu verdanken.
Er fragte den damaligen Leiter des Cameri Theaters, einer der wichtigsten Schauspielbühnen in Israel, und dessen Assistentin – das war ich –, ob wir nicht auch Oper spielen wollten. Er könne uns 50 000 Dollar Startgeld zur Verfügung stellen. So ging es 1985 los. Wir hatten damals keine Ahnung, auf was wir uns da einließen – und das war ein Segen, denn sonst wäre dieses Abenteuer wahrscheinlich nie Wirklichkeit geworden. Das erste Büro befand sich im Rathaus, es war winzig. Wir engagierten eine Sekretärin und machten unseren ersten Spielplan. In dieser Phase drehte sich alles um zwei Dinge: Wir planten ein neues Zentrum für die Darstellenden Künste, das neben der Oper eine Schauspielbühne und einen Konzertsaal beherbergen sollte; außerdem mussten wir die Infrastruktur für einen ...
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