Zweibahnstraße

Leicht, aber nicht seicht: Wie Altmeister Robert Altman seinen Film «A Wedding» in eine Oper verwandelte

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Man muss es nicht so drastisch formulieren wie Gerard Mortier. Der Intendant in Brüssel, Salzburg und jetzt in Paris sah sich und seine Kollegen als Täter: «Jahrelang haben wir so genannten Opernintendanten wie die Vampire frisches Lebensblut gesogen aus der Film- und Schauspielregie.» Nicht immer brachten diese Blutübertragungen den erhofften (Über-)Lebenssaft, aber doch oft einen belebenden Schub. Allerdings hält sich die künstlerische Auffrischung eher in Grenzen. Die meisten Filmregisseure verhalten sich im ungewohnten Genre erstaunlich demütig gegenüber dem Werk.

Und filmische Mittel werden eher selten – und noch seltener geglückt – eingesetzt. In jedem Fall bringt der Prominenzfaktor des Filmregisseurs den Opernhäusern zusätzliche Aufmerksamkeit. Dieser hoch willkommene Nebeneffekt verhalf schon vor zwei, drei Jahrzehnten Film­regisseuren wie John Schlesinger oder Otto Preminger zu Opernehren. Wenn allerdings die Oper von Los Angeles gern vom Vorort Hollywood profitiert, dann hat sie dabei nicht nur Filmemacher wie William Friedkin oder Altstar Maximilian Schell im Auge, sondern auch die Geldbörsen betuchter Film-Ty­coons, die als Sponsoren verpflichtet werden sollen. Für den ...

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Opernwelt März 2005
Rubrik: Thema, Seite 33
von Rainer Wagner

Vergriffen
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