Comedy mit Köpfchen

Cornelius Meister und Tatjana Gürbaca nähern sich in Zürich Mozarts «Zauberflöte»

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Einer fegt. Gegen Ende der neuen Zürcher «Zauberflöte» kehrt jemand den letzten Rest Reisig zusammen, der die Szene noch verunzierte: Ordnung, Sauberkeit, Kultur, wo lange Natur, Wildnis, Urzustand herrschten. Aufgeräumtheit, wo vorher abgeholztes Gestrüpp herumlag. Licht, wo bis dato Feuer war. Und das von Bühnenbildner Klaus Grünberg zentral platzierte Haus, das dank Drehbühne immerzu von allen Seiten zu sehen ist, präsentiert sich nicht mehr wie eine vom Pleitegeier befallene Baustelle.

Es ist fertig, hat statt Luken richtige Fenster mit trauten Lämpchen dahinter, und Sarastros Auserwählte frönen, jeweils selbzweit, der heimeligen Gemütlichkeit. Wir haben es anscheinend mit dem Domizil der Weisheit, des Verstandes, der Vernunft zu tun. Gewiss, nicht alle Spuren einer unguten Vergangenheit mit Arroganz und Willkür der herrschenden Kaste, mit Rassismus und Frauenfeindlichkeit sind getilgt, aber man ist unterwegs. Ein Schritt hin zur Aufklärung ist getan.

Der vergleichsweise junge Sarastro mit seinen Planzeichnungen ist der Architekt dieses Neubaus. In Joppe, Pullover, mit offenem Hemdkragen (Kostüme: Silke Willrett) erscheint er als nachdenklicher Mensch, als einer, der auf ...

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Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Heinz W. Koch

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