Schiffsmeldungen aus dem hohen Norden

Herbst in Oslo: Den Norske Opera & Ballett zeigen Glucks «Orfeo ed Euridice». Vasily Petrenko dirigiert als neuer Chef des Oslo Philharmonic Orchestra einen exquisiten «Holländer»

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Der Motor schnurrt, die Scheibenwischer schmatzen. Im Radio läuft BBC Radio 3. Der Flughafenbus-Fahrer macht eine wegwerfende Geste in Richtung des Marmor-Eisbergs unten am Wasser: «Wir haben einfach zu viel Geld», lacht er. Einspruch! Erstens, weil der Snøhetta-Bau zu den schönsten Opernhäusern der Welt gehört. Wie einfallslos und museal nimmt sich dagegen ein neoklassizistischer Tempel wie das neue Haus in Astana aus (S. 68)! Die helle Kühle des Marmors, die satte Wärme des Eichenholzes. Die weiten Glasflächen, die das Foyer öffnen für das Spiel von Licht und Wind auf dem Fjord.

Zweitens, weil die Osloer das neue Wahrzeichen mit den begehbaren Dachschrägen inzwischen ganz selbstverständlich nutzen. Zum Spazierengehen, Sonnenbaden, für Stelldicheins und Hochzeitsfotos.

Durch ihr künstlerisches Programm hat Den Norske Opera & Ballett bisher allerdings nicht viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der neue Operndirektor, Per Boye Hansen, will das ändern. Die erste von ihm geplante Spielzeit hat er mit der berühmten Fura-dels-Baus-Produktion von Ligetis «Grand Macabre» eröffnet. Eine norwegische Erstaufführung. Die erste Neuinszenierung ist Glucks «Orfeo ed Euridice» – auch eine ...

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Opernwelt Dezember 2013
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Wiebke Roloff

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54. Jahrgang, Nr 12
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin

ISSN     0030-3690
Best.-Nr.     752262


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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 12.11.2013

Redaktion:
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Wiebke...