Entspannte Lektionen
Der verspannte Klang infolge forcierten Singens ist eine unerfreuliche Erscheinung, der man im Opern- und Konzertalltag immer wieder und immer häufiger begegnet. Viele Sänger, falsch angeleitet oder sich selbst überschätzend, versuchen stimmlich mehr zu geben, als sie haben, mit dem Resultat, dass sie nur die Mühsal des Singens, nicht aber die Musik zum Ausdruck bringen.
An systematischen Bemühungen verantwortungsvoller Pädagogen, diesem Übelstand abzuhelfen, ist kein Mangel.
Neuartig und beachtenswert erscheint mir die Methode, die der bulgarische Tenor, Pädagoge und Stimmphysiologe Peter Gougaloff, langjähriges Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin – noch im Rentenalter ein beeindruckender Radames! – entwickelt und an seine Schüler weitergegeben hat. Die Sopranistin Verena Rein, die sich in den letzten Jahren mit ausgefallenen und anspruchsvollen Liedprogrammen einen Namen gemacht hat, baut auf dieser Methode auf und hat jetzt den insgesamt gelungenen Versuch unternommen, sie in Form eines Filmfeatures einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Auf einen kurzen Begriff gebracht, geht es dabei um die sogenannte «Zungentechnik». Entgegen der tradierten Lehrmeinung, dass die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2011
Rubrik: Medien/DVD, Seite 27
von Ekkehard Pluta
Dreieinhalb Jahre lang war das Haus aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen, bevor es am 24. Mai 2010 endlich mit einem bündigen Programm-Mix aus Konzert, Ballett und Oper wiedereröffnet wurde: das Teatro Colón, kulturelles Wahrzeichen der Stadt Buenos Aires. Begleitet wurde das Medienereignis von einem Festakt zur 200-Jahrfeier der Mai-Revolution, die 1816...
«Meine Erfahrung mit ‹Fidelio› ist eine ganz einfache: Ich bin als Zuschauer immer eingeschlafen, wenn ich diese Oper gesehen habe. Deshalb habe ich mich gefragt: Schaffst du eine Inszenierung, bei der das Publikum nicht einschläft? […]. Es ist eine wunderbare Oper, aber sehr statisch. Bewegung zu schaffen war die Herausforderung.» So formulierte Manfred...
Auf seinen Humor können sich alle einigen. Auf seine Pointen ist Verlass. Damals, als er die reizenden Wesen mit den Knollennasen in die Welt setzte, wie heute, da er sich,
87-jährig, längst zurückgezogen hat und als Legende seiner selbst vermarktet wird. Ein vornehmer Spaßmacher und sanfter Spötter. Ein weltweiser Beobachter des absurden Alltags, immer freundlich,...
