Schräges Schwelgen

Victoria Behrs Kostüme sind berauschend extrem

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Hier arbeitet sie am liebsten, in ihrer Altbauwohnung im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Das Atelier: ein heller Raum mit Dielenboden. Links hohe Bücherregale, rechts ein Sofa, in der Ecke eine Tafel mit den aktuellen Entwürfen. Das Zentrum des Raums aber bildet der lange Tisch unter den großen Fenstern. Bis auf die Kästen mit Arbeitsutensilien an der Seite ist die Platte leer: ­tabula rasa, bereit für eine frische Schöpfung.

Victoria Behr trägt ihr dunkles Haar in kurzen, weichen Locken, ein schwarzes Kleid.

Früher hat sie auch für sich selbst geschneidert, doch dazu fehlt ihr längst die Zeit. Gerade ist sie auf dem Sprung nach Zürich: Dürrenmatts «Physiker» mit Herbert Fritsch, dem Regisseur, mit dem sie derzeit am häufigsten arbeitet (16 Produktionen in den letzten vier Jahren). Eigentlich wollte sie Modedesignerin werden, aber mit fünfzehn fing sie an, für das Jugendtheater ihrer Heimatstadt Koblenz Kostüme zu machen, und stellte fest: «In einem Team, mit Text und Musik, ist es viel interessanter». Also absolvierte sie Theaterpraktika, ging nach Hamburg an die Hochschule für angewandte Wissenschaften, assistierte, unter anderem in Zürich und bei den Salzburger Festspielen. ...

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Opernwelt Jahrbuch 2013
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 122
von Wiebke Roloff

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