Was schöner ist als ein Aff'...
Einer der besten Sätze von Tante Jolesch ist folgender: «Was ein Mann schöner ist als ein Aff’, ist ein Luxus». Zumindest in Österreich hat das Zitat aus Friedrich Torbergs Buch Eingang in den Sprichwortschatz gefunden. Nach diesem Maßstab gibt sich die Neuinszenierung von Puccinis «La fanciulla del West» an der Wiener Staatsoper extrem luxuriös: Jonas Kaufmann ist mit seinem Partiedebüt als Dick Johnson zu erleben.
Er sieht nicht nur glänzend aus, sondern singt auch so, zumindest über weite Strecken, setzt oft aufs Verhaltene, bleibt aber auch im Auftrumpfen größtenteils souverän. Beckmesser könnte freilich anmerken, dass er gelegentlich auf die Tücken dieser Partie hereinfällt, da er die Stimme in der Mittellage (zu) breit zu machen und dadurch seiner Höhe – etwa den beiden hohen B’s in «Ch’ella mi creda» – etwas vom Squillo zu rauben scheint.
An Kaufmanns Seite die Titelheldin in Gestalt von Nina Stemme – optisch mit Pumuckl-Perücke und im ersten Akt mit Latzhose (Kostüme: Dagmar Niefind) nicht eben bevorteilt, vom Typ her auch kein verwunschenes Mädchen mehr. Doch das vergisst man, wenn sie singt: überzeugend, mit stählernem Klang, aber auch mit weicher, inniger Tongebung in ...
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Opernwelt Dezember 2013
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Gerhard Persché
Mit Recht durfte sich Irland im Oktober ein paar Tage lang als Nabel der Opernwelt fühlen – nicht nur wegen des Wexford Festivals, sondern auch dank der von Antony McDonald stilsicher und geschmackvoll eingerichteten Neuproduktion von Gerald Barrys meisterhafter Oper «The Importance of Being Earnest» in Derry/Londonderry.
In Wexford präsentierte man in drei Tagen...
Wer kam zuerst? Der Romancier Antoine-François Prévost mit seiner «Histoire du chevalier des Grieux et de Manon Lescaut» – oder William Hogarth, der Londoner Maler und Kupferstecher, mit «A Harlot’s Progress»? Die Geschichten – beide aus dem Jahr 1731 – ähneln einander wie zweieiige Zwillinge. Im Stenogramm: Die Heldinnen Manon Lescaut bzw. Moll Hackabout,...
arte
1.12. – 17.05 Uhr
Orffs «Carmina Burana».
Dokumentation von Dominik Wessely. Mit Godela Orff, Christian Gerhaher u. a.
1.12. – 18.00 Uhr
14.12. – 5.05 Uhr
Puccinis «Madama Butterfly».
Dokumentation von Nicolas Crapanne. Mit Roberto Alagna.
1.12. – 18.25 Uhr (1)
6.12. – 5.10 Uhr (1)
12.12. – 5.05 Uhr (1)
8.12. – 18.50 Uhr (2)
13./17.12. – 5.10 Uhr (2)
15.12. – 18.25 Uhr...
