Sprungbrett
Alle zwei Jahre führt Elena Obraztsova einen internationalen Gesangswettbewerb in St. Petersburg durch und öffnet damit den Preisträgern die Tür zu vielen Opernbühnen weltweit. Der Grundgedanke des Wettbewerbs mutet beinahe philanthropisch an: Da sich die meisten jungen Sänger in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion eine Reise zu den Wettbewerben im Ausland nicht leisten können, holt Obraztsova eine hochkarätige Jury nach St. Petersburg.
In den vergangenen Jahren gehörten zu den Juroren Fedora Barbieri, Joan Sutherland, Renata Scotto, Gabriella Tucci sowie zahlreiche Manager der führenden Opernhäuser der Welt und Impresarios. In diesem Jahr glänzte die Jury mit Teresa Berganza, Ileana Cotrubas und Giacomo Aragall.
Es findet keine Vorauswahl anhand von Audio- oder Videobewerbungen statt. Jeder Sänger unter dreißig, der bereits an einem Opernhaus engagiert ist, am Konservatorium studiert oder privat unterrichtet wird, darf sich melden. Eine Arie von Verdi sowie ein Lied von Tschaikowsky oder ein deutsches Lied sind in der ersten Runde gefragt; eine Belcanto-Arie, ein Lied von Rachmaninow und eine Opernarie des 20. Jahrhunderts in der zweiten Runde; eine europäische und eine russische ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Köln steht Kopf, und das bereits vor Ausbruch der Fünften Jahreszeit. Die «Öffentliche Meinung» ist in Aufruhr. Die Lokalpresse machte mobil, nachdem es in der Premiere durch Zuschauerrufe zum Eklat gekommen war. Dabei schien alles so herrlich unverdächtig. Bernd Weikl sollte Offenbachs «Orpheus in der Unterwelt» inszenieren, Kabarettist Konrad Beikircher neue...
Wer die Aktualität eines Bühnenwerks besonders betonen will, lässt es hier und heute spielen – ein recht einfach gestrickter Ansatz, der in Frankfurt momentan groß in Mode scheint. Im Mai war Calixto Bieito mit seiner «Macbeth»-Deutung im geilen Morast einer Bankenzentrale gescheitert, jetzt versuchte es Claus Guth – wieder mit Verdi, diesmal dem «Maskenball». Und:...
Ein Klotz mit sechsundsechzig CDs: «Michael Raucheisen. The Man at the Piano.» Wer war der Mann am Klavier? Darauf kann man am besten mit einer Anekdote aus den Memoiren von Frida Leider antworten: «Über seine Berühmtheit als Konzertbegleiter kursierte in Berliner Künstlerkreisen folgender Scherz: ‹Liederabend Michael Raucheisen. Am Sopran: Sängerin X.›»
Raucheisen...
