Hommage an Dietrich Fischer-Dieskau
Wie war er? Was hat ihn angetrieben, was ausgemacht? Was hat er bewirkt? Die Hommage auf den folgenden Seiten bietet Annäherungen an Dietrich Fischer-Dieskau. Neun Autorinnen und Autoren, neun Versuche – vom Essay bis zum kurzen Statement. Die Blickwinkel und Hörperspektiven sind so verschieden wie die inhaltlichen Aspekte.
Was hat er konkret musikalisch anders gemacht als die Liedersänger vor ihm? Dieser Frage geht der einführende Beitrag von Stephan Mösch nach und verbindet sie mit persönlichen Erinnerungen an den Menschen und Lehrer.
Daniel Barenboim und Hartmut Höll, Pianisten, mit denen Fischer-Dieskau jahrelang weltweit gereist ist und viele Aufnahmen gemacht hat, berichten von der gemeinsamen Arbeit und erläutern, was sie durch ihn gelernt haben. Aribert Reimann, auch er ein zentraler Klavierpartner, hat «Opernwelt» die Rede zur Verfügung gestellt, die er am Grabe seines langjährigen Freundes hielt, und beleuchtet dessen Einsatz für die zeitgenössische Musik. Peter Gülkes in der Mitte stehender, sozusagen «klassischer» Nachruf widmet sich den Idiosynkrasien eines komplexen Künstlernaturells. Brigitte Fassbaender, die Kollegin, schickt ein Bekenntnis. Christine Schäfer und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2012
Rubrik: Hommage Fischer-Dieskau, Seite 26
von
Eisig mutet die Musik an, wie gefroren. Mit Nachdruck bohrt sie sich in die Gehörgänge, reibungsreich in der klirrend-angespannten Harmonik, schneidend immer wieder, Verzweiflung und Schönheit in eins setzend, alles andere als geschickt lancierte Dutzendware. Es ist aber auch Musik von einer Empfindungstiefe sondergleichen. «Gelido in ogni vena» heißt die Arie,...
Adina, Get Your Gun! Das ist die Kürzestform für die Art, wie der Regisseur Rolando Villazón im Baden-Badener Festspielhaus den «Liebestrank» verkleidete. Oder auch: «L’elisir d’amore» goes West. Donizettis Singmärchen fand sich auf Johannes Leiackers Bühne und in Thibault Vancraenenbroecks Kostümierung im Wilden Westen wieder – zwischen Bank und Saloon, wo’s...
Eine halbe Stunde zuvor: Gesangsübung im oberen Foyer. Beim Einlass dann: ein Notenblatt für jedermann. Und tatsächlich, am Ende des ersten Akts von Händels «Ariodante»: chorische Vorfreude auf die Hochzeit des Titelhelden mit der schottischen Prinzessin Ginevra – und das Publikum ist dabei, wenn auch etwas verzagt. Kein aufdringlicher Gag – das hat der...
