Abstraktion und Apotheose

Glass: Akhnaten / Einstein on the Beach / Satyagraha Adelaide / State Opera of South Australia

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Insbesondere in «Akhnaten», so der Komponist Philip Glass, sollen Musik, Szene und Bewegung als primäre Bedeutungsträger fungieren. Ob Glass’ Musik dazu die nötige Tragfähigkeit besitzt, wird zu Recht nach wie vor diskutiert. In Adelaide hat man im August die Probe aufs Exempel gemacht: Die State Opera of South Australia (SOSA) schnürte die Opern «Akhnaten», «Einstein on the Beach» und «Satyagraha» zum Paket und beauftragte den australischen Choreografen Leigh Warren mit der Inszenierung. «Akhnaten», die zuletzt komponierte der drei Opern, eröffnete den Zyklus.

Bereits nach den ersten Takten war klar, dass sich Timothy Sexton, der Artistic Director der SOSA, mit dem Adelaide Art Orchestra an der Aufgabe verhoben hatte: Sein Klangkörper war nicht imstande, die erforderliche blitzsaubere Intonation, rhythmische Präzision und Plastizität zu gewährleisten. Erfreulich klangklar hingegen präsentierte sich der Chor, auch die Tänzer führten der Produktion mit federnder Bewegungssprache die dringend benötigte visuelle Frischzellenkur zu. Zumal die von Mary Moore als Antikenmuseum gestaltete Bühne, auf der Echnaton und Nofretete als Besucher der altertümlichen Welt erscheinen, eher den ...

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Opernwelt November 2014
Rubrik: Panorama, Seite 46
von John Carmody

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