«Für einen Clown geht es immer irgendwie weiter»
Herr Villazón, Sie singen viel, aber mittlerweile inszenieren auch Sie fast so viel wie hauptberufliche Regisseure. Wann haben Sie eigentlich die Zeit gefunden, das Buch zu schreiben? Zwischen zwei und vier Uhr morgens?
Zu Beginn des Prozesses nehme ich, wenn immer ich kann, hie und da ein, zwei Stunden Zeit zum Schreiben, später sind es oft ganze Tage am Stück. Ich habe ein spezielles Prinzip.
Zuerst schreibe ich alles, was mir in den Sinn kommt, in ein kleines Notizbuch, dann bearbeite ich das und übertrage es in ein Hausaufgabenheft, dann feile ich wieder daran und schreibe in ein weiteres Heft. Erst zum Schluss setze ich mich an den Computer. Ich arbeite gerade an meinem zweiten Buch. Und das, obwohl ich glücklicherweise immer viel zu singen habe, viel inszeniere und meine Fernsehsendungen mache. Wissen Sie, ich selbst schaue nicht fern und surfe nicht dauernd im Internet. Ich bin auch nicht ständig mit Blogs, Facebook oder Twitter beschäftigt. Wir können da zwar immer mit irgendjemandem in Kontakt sein, aber es entsteht auch schnell dieser Druck, immer dran bleiben zu müssen. Es ist unglaublich, wie viel Zeit man hat, wenn man diese Dinge nicht tut. Überhaupt gibt es mehr Zeit, ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Interview, Seite 46
von Markus Thiel
Herr Engstroem, zum Jubiläumsfestival sind mehr Musiker und mehr Besucher nach Verbier gekommen als je zuvor. Gibt es für Sie Grenzen des Wachstums?
Ich freue mich natürlich, dass das, was wir seit 1994 versuchen, einen so guten Ruf hat. Es ist ja nicht so, dass man mal eben einen Abstecher nach Verbier macht. Dafür liegt der Ort zu abgeschieden. Verbier ist eine...
Opernwelt-Jahrbuch
Wo steht das «Opernhaus des Jahres»? Wer ist «Sänger des Jahres», und wer siegt in der Kategorie «Dirigent»? Am 30. September erscheint unser Jahrbuch «Oper 2014». Es enthält die mit Spannung erwartete Kritikerumfrage, Porträts und Interviews sowie
Essays zu den Jubilaren Gluck und Rameau und vieles mehr.
«Trovatore» in Salzburg
Sie haben es...
Bei den Opernfestspielen in Heidenheim hat man in der diesjährigen Jubiläumssaison zum 50-jährigen Bestehen des Festivals auf die sattsam erprobte Zwangsvermählung zweier musikdramatischer Eifersuchtsdramen aus Italien gesetzt, Ruggero Leoncavallos Einakter «Der Bajazzo» mit Pietro Mascagnis «Cavalleria rusticana». Aber auf ungewöhnliche Weise miteinander...
