Die Küken der Komischen
Putzig sehen sie aus, die zehn goldgelben Küken, die da auf der Website den Stapel aus Programmbroschüren der Pariser Opéra Comique erobern. Gemeint sind die zehn Teilnehmer des ersten Jahrgangs der neuen, hauseigenen «Academie de l’Opéra Comique»: vier Soprane, drei Tenöre, zwei Bassbaritone und ein Bariton, alle unter 35 Jahre. Sie Küken zu nennen, ist aber allenfalls als augenzwinkernde Untertreibung erlaubt. Denn viele von ihnen haben bereits eine profilierte Gesangskarriere vorzuweisen.
«Wir haben die Teilnehmer ganz speziell für die Rollen ausgewählt, die es zu besetzen galt», erläutert Olivier Mantei, der stellvertretende Direktor des Hauses. Die jungen Talente wirken in Reynaldo Hahns «Ciboulette» (OW 4/2013) und Henri Rabauds «Marouf» mit, während Pauline Viardots Burleske «Cendrillon» so etwas wie ihr Gesellenstück ist. Hier füllen sie, bis auf eine Ausnahme, sämtliche Rollen. Dazu kommen Unterricht und Proben, Regie- und Schauspielseminare durch hauseigene Kräfte und Gastdozenten sowie die Mitwirkung in Recitals und Sonderveranstaltungen. Die Nachwuchskräfte erhalten eine Art training on the job – dafür füllen sie kostengünstig den Spielplan, ein Verfahren, das ...
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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Mathias Nofze
Wie die Beschäftigung mit Historischer Aufführungspraxis in Frankreich eine lange Tradition hat und das Publikum Alte Musik vergöttert, gehören frankophone Regisseure neben ihren akademischen Kollegen von den amerikanischen performance practice studies der 1980er-Jahre zu den Pionieren einer Historischen Aufführungspraxis der Szene. Kein Wunder, dass nun ein...
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
> Dvorák, Requiem (Beaujean): 1.
> Simon Boccanegra: 2. (N.)
> Rossini, Il barbiere di Siviglia:...
Eigentlich hat Jules Massenets «Don Quichotte» alles, was eine Oper braucht: eine tragikomische Liebesgeschichte, eine starke Hauptfigur, sentimentale Szenen unter nächtlichem Sternhimmel, große und lebendige Chöre und ein tränenreiches Ende. Dennoch ist das Werk nach dem Schauspiel «Le Chevalier de la longue figure» – für das natürlich Cervantes unsterblicher...
