Absagen, Zusagen und ein Abschied
Eine eher lakonische Mitteilung fand sich im Januar auf der Homepage des Theaters an der Wien: «Aufgrund von nicht überbrückbaren Auffassungsunterschieden über die künstlerische Gestaltung und Umsetzung des Programms ab 2015 haben die Bregenzer Festspiele und Intendant Roland Geyer die Zusammenarbeit einvernehmlich gelöst.
»
Dem Vernehmen nach hatte Geyer vor, Bregenz «aufzuwerten» und die Festspiele in eine Reihe mit Bayreuth, Aix, Glyndebourne zu stellen; zu seinen Plänen gehörten konzentrierte Aufführungen von Shakespeare-Opern (2015/16) und ein dreiteiliges Nibelungen-Projekt (2017-2019). Was den wirtschaftlich und kulturpolitisch Verantwortlichen in Zeiten von Krisen und Sparplänen offenbar zu weit ging. Im Februar wurde die Position neu ausgeschrieben, bis Ende August dieses Jahres soll die Nachfolge geregelt sein.
Im Übrigen erhielt Geyer ein attraktives Angebot von der Stadt Wien: Er soll auch die kriselnde Wiener Kammeroper am Fleischmarkt mit vier Produktionen im Jahr bespielen – gemeinsam mit der «Neuen Oper Wien» Walter Kobéras, die dort die freie Opernszene vertreten wird. Außerdem, wird gemunkelt, könnte die Berufung Markus Hinterhäusers zum Festwochenintendanten ab ...
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Opernwelt März 2012
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Gerhard Persché
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