Risiko und Verantwortung
Wenn man als Operndirektor eine junge Sängerin, die im internationalen Geschäft noch keinen Namen hat, mit der Titelpartie in Puccinis «Madama Butterfly» betraut und davon überzeugt ist, dass sie diese Partie nicht nur am Premierenabend, sondern im Laufe der Saison zwanzigmal singen und spielen kann, wird einem von verschiedener Seite viel Mut zum Risiko attestiert.
Aber war es wirklich ein Risiko oder doch eher eine logische Entwicklung, die von einem absehbaren Erfolg gekrönt wurde?
Kennengelernt hatte ich Svetlana Ignatovich bereits in der ersten Basler Neuproduktion, für die ich Mitverantwortung trug. Wir besetzten die junge Studentin der «Musik-Akademie der Stadt Basel – Hochschule für Musik» mit der kleinen Partie der Nicoletta in Prokofjews Oper «Die Liebe zu den drei Orangen», und ich fragte sie damals, ob sie für unser Opernstudio «OperAvenir» vorsingen wolle. Sie kam, sang und siegte, und damit hatten wir sie ein Jahr im geschützten Rahmen des Studios unter strenger Beobachtung. Mit Studienleiter David Cowan und unseren Korrepetitoren stellen wir am Theater Basel Nachwuchssängern im Opernstudio ein Team zur Seite, das mit viel Engagement und auf hohem musikalischem Niveau ...
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Mode im Foyer
Neuer Stil in der Herren-Mode und ein ernstzunehmender Vorschlag über ein so genanntes «ever-jacket» – das also auch im Theater getragen werden sollte –, ermutigen mich, an dieser Stelle wieder – wie im Januar – die Herren-Mode im Foyer zu besprechen. Damit erledigen sich die mir zugegangenen Anfragen über die Preise allzu kostspieliger Garderobe fürs...
Herr Prof. Ligeti, in Ihrem Kommentar zur Entstehung der Oper «Le Grand Macabre» beschreiben Sie einen schöpferischen Entwicklungsprozeß, der – wie ich meine – für die Situation der Musik der Siebzigerjahre und des neuen Musiktheaters im besonderen sehr aufschlußreich und charakteristisch ist. Während der Arbeit an dieser Oper, Ihrem ersten großen Werk für das...
Es war viel Arbeit, aber auch ein großes Vergnügen: Als Vorbereitung für das Jubiläumsfest und für dieses Jahrbuch haben wir alle Hefte der «Opernwelt» aus fünfzig Jahrgängen durchgesehen. Manchmal mit einer gewissen Scheu: Wie hat die Redaktion von damals auf die gesellschaftlichen Umwälzungen von 1968 reagiert? Hatte «Opernwelt» eine gute Nase für wirklich...
