Markante Profile
Vierzig Millionen Euro haben sich die Bregenzer Festspiele die Sanierung ihres 1980 eröffneten Großen Hauses kosten lassen. Pünktlich zum sechzigjährigen Festspieljubiläum ist sie nach nur zehnmonatiger Bauzeit abgeschlossen worden – ein architektonisches Lifting, das sich sehen lassen kann. Nicht nur die bisher separierten Baukörper von Seebühne, Großem Saal, Werkstattbühne und vitrinenhaftem Foyer erscheinen numehr als harmonisches Ensemble.
Bezieht man zudem den neu gestalteten Vorplatz ein, bildet die Achse mit der Seepromenade bis hin zu Peter Zumthors markant aufragendem Kunsthaus-Kubus am anderen Ende einen beeindruckenden städtebaulichen Akzent.
Das Bregenzer Büro Helmut Dietrich und Nuch Untertrifaller hat eine erfreulich kommunikative Architektur geschaffen. Der Gebäudekomplex öffnet sich sowohl zum See wie auch zum Platz hin als ein Haus, das die Besucher einlädt, es auch innen zu inspizieren. Alles ist freundicher, lichter, heller, großzügiger geworden, bietet sowohl Publikum wie Technikern und Künstlern mehr Komfort. Dem früheren massiven Bauklotz scheint alle Schwere und Wucht genommen, eine geradezu spielerische Grazie und Heiterkeit vermittelt den Eindruck ...
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Opernwelt September/Oktober 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 36
von Horst Koegler, Alexander Dick
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