Apropos... Obertöne

Ein bisschen liebäugelt er schon mit dem leichten deutschen Heldenfach. Auch wenn BENJAMIN BRUNS für Ottavio, Belmonte oder Ferrando gefeiert wird – nicht nur an seinem Heimathaus, der Wiener Staatsoper – und das Oratorium ein Standbein bleiben soll. In Bayreuth hat der gebürtige Hannoveraner jedenfalls schon beeindruckend Laut gegeben – als Steuermann im «Holländer» und in der Titelrolle des «Kinder-Parsifal».

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Herr Bruns, auf Ihrem Facebook-Profil nennen Sie sich «Benjamin Frodo Bruns». Wie kommt denn das?
Ich bin bekennender Science-Fiction- und Fantasy-Fan. Außerdem sah ich im Bayreuther «Kinder-Parsifal» ja wirklich aus wie Frodo aus dem «Herrn der Ringe» – und Andreas Hörl als Titurel wie Gandalf. Ich habe Tolkiens Trilogie so mit 14, 15 Jahren innerhalb von zehn Tagen gelesen, da war ich gerade mit dem Knabenchor unterwegs.



Auch wenn Sie mit Fagott und Schulmusik liebäugelten: War schon zur Knabenchor-Zeit klar, dass Solo-Gesang Priorität hat?
Vor allem nach dem Stimmbruch kristallisierte sich das heraus. Meine Familie ist eher unmusikalisch, ich schlage total aus der Art. Meine Eltern waren entsetzt: Da studiert schon mal einer aus der Familie, und dann macht er etwas, von dem man gar nicht wusste, dass man es studieren kann! Noch schlimmer war dann, dass ich das Studium nach sechs Semestern abgebrochen habe. Als ich mit 23 von der Hamburger an die Berliner Hochschule wechseln wollte, kam das Bremer Theater und bot mir einen Teilspielzeitvertrag an. Ich ahnte nicht, dass da ein Festvertrag draus wurde ...

Sie werden auch für Rossinis «Stabat Mater» oder seine «Cenerentola» engagiert. ...

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Opernwelt Januar 2016
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel

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