Apropos ... Absagen: Julia Lezhneva
Frau Lezhneva, brauchen Sie eine längere Pause?
Nein, aber ich habe tatsächlich eine ganze Reihe von Produktionen abgesagt. Nach den «Hugenotten» in Brüssel hatte ich das Gefühl, mich übernommen zu haben. Also bin ich meinen Kalender noch einmal durchgegangen. Und habe mit Marc Minkowski gesprochen. Er versteht meinen Fall.
Worin besteht Ihr «Fall»?
Ich bin noch sehr jung. Und meine Stimme ist sehr lyrisch. Im Grunde bin ich bis heute nicht ganz sicher, um was für einen Typ von Stimme es sich bei mir handelt.
Als ich Minkowski vor etwas mehr als zwei Jahren kennenlernte, dachte ich noch, ich sei Mezzo. Gemeinsam mit meinen Lehrern Dennis O’Neill und Yvonne Kenny habe ich erst entdeckt, dass ich eher ein Sopran bin.
Inwiefern war der Page Urbain in den «Hugenotten» zu viel?
Es war nicht die Rolle selbst, sondern das riesige Orchester! Ich hatte außerdem nur jeweils zwei Tage Pause zwischen den Aufführungen. Dazu die hohen Noten, das viele Forte! Noch drei Monate danach fühlte sich meine Stimme irgendwie schwerer an. Da habe ich doch einen Schreck bekommen. Es scheint mir besser, auf eine Reihe von Aufführungen, die geplant waren, zu verzichten.
Für Ihre bei der Firma Naïve ...
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Opernwelt April 2012
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Kai Luehrs-Kaiser
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