Think Big!

Stars und Oberflächenglanz in Manhattan, Überlebenskampf in Brooklyn: eine Woche Oper in New York

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Edel sieht er aus, hilfreich und gut. Ein Mode-Designer muss ihn eingekleidet haben. Graues T-Shirt, lässig ausgebeultes, schwarzes Sakko, der Umhang ­anthrazit. Die schwarzen Locken wirken leicht gegelt und sind in die Stirn gekämmt. Ein Dreitagebart rahmt das Gesicht. Der Blick ist nach vorne gerichtet, selbstbewusst, aber nicht aufdringlich. Keine Frage: Dieser Mann weckt Erwartungen. Er hat einiges hinter sich und noch viel mehr vor sich. Von so einem träumen Frauen und Männer gleichermaßen. In New York ist er auf vielen Plakaten zu sehen.

Werbung macht er allerdings nicht für einen neuen Herren-Duft oder den schicksten Limousinen-Service, sondern für die Oper.

Genauer: für die neueste Premiere der Metropolitan Opera. Deren Website schmückte das Bild schon Wochen vor der Premiere. Jonas Kaufmann als Parsifal: reiner Tor, schöner Erlöser, auratischer Pilger. Ein Versprechen. Der Beitrag der Met zum Wagner-Jahr. Gleich auf Seite 2 des Playbill-Heftes ­erzählt Peter Gelb, der General Manager, wie er Kaufmann vor sieben Jahren für diese Produktion gebucht hat. In Zürich war das, unmittelbar nach dem Parsifal-Debüt. Überhaupt sei eine bessere Besetzung als jetzt an der Met für dieses ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: Reportage, Seite 48
von Stephan Mösch

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