Auf Janácek zugehen

Opernwelt - Logo

«Seine Utopie» nennt Stéphane Lissner die Kooperationen mit den großen euro­päischen Musikbühnen als Teil von gesamteuropäischen Opernprojekten. Sie bilden eine Spindel auch des Programms der Wiener Festwochen. Seit diesem Jahr ist Lissner Musikdirektor der Wiener Festwochen und wird es, so heißt es zumindest im Moment, da dies geschrieben wird, trotz seiner anderen Verpflichtungen in Aix und Mailand auch bleiben.


Beim ersten von ihm verantworteten Musikprogramm in Wien verband er die Hinterlassenschaft seines Vorgängers Hans Landesmann, etwa die Produktion von Mozarts «Lucio Silla» mit Nikolaus Harnoncourt und Claus Guth (wir berichteten) mit einigen kooperativen Projekten: Händels «Hercules» etwa, im Vorjahr in Aix herausgebracht, setzte den großen Erfolg unter William Christie auch im Theater an der Wien fort; Philippe Boesmans’ «Julie», ein paar Wochen davor in Brüssel uraufgeführt, war im Ronacher nicht ganz so erfolgreich. Beide Produktionen verbanden sich im Übrigen mit dem Namen des Festwochen-Chefs Luc Bondy als Regisseur. Auf dem Programm  ferner noch Peter Sellars’ bereits bekannte szenische Version der beiden Bach-Kantaten BWV 199 und 82 mit der wunderbaren Lorraine ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt August 2005
Rubrik: Magazin, Seite 25
von Gerhard Persché

Vergriffen
Weitere Beiträge
Diener der Musik

Wer Carlo Maria Giulini nie auf einer Probe erlebt hat, kann das per DVD nachholen. Bei Arthaus ist ein Mitschnitt seiner Arbeit an Bruckners ­Neunter mit dem Orchester des SWR erschienen. Man sieht den Maestro in seiner Spätphase. Dreiundachtzig ist er, ganz Grand­seigneur natürlich, groß, schlank, der Musik inbrünstig hingegeben. Was die Probentechnik betrifft,...

Puccini: Tosca

Diese Oper ist nicht unterzukriegen, nicht von prasselndem Regen, nicht von schimpfenden Vögeln, erst recht nicht von der Tatsache, dass der große ehemalige Reitstall von Gut Immling über ein zwar breites Portal, aber weder über Schnürboden noch über Seitenbühnen oder andere Technik verfügt. So hat Ve­rena von Kerssenbrock nicht nur schöne, Historie und Moderne...

Furchtbare Frauen

Die Zeiten sind vorüber, in denen Asiens große Festivals reine Import-Betriebe für Klassik aus dem Westen waren. In Singapur ist diese Tendenz derzeit besonders deutlich zu besichtigen. Stolz ausgestattete Museen feiern die eigene ­Geschichte, multimedial aufgedonnerte Ausstellungen begeben sich auf die ­Suche nach der eigenen Identität, und auch das Singapore Arts...