Mozart II

Magdalena Kozená und Simon Rattle mögen’s moderat

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Gerade erst hat sich Magdalena Kozená mit ihrer ersten kompletten Mozart-Partie auf dem Tonträgermarkt zu Wort gemeldet: An der unter Charles Mackerras 2005 in Edinburgh realisierten «Titus»-Aufnahme der Deutschen Grammophon wirkte die tschechische Mezzosopranistin als Sesto mit – und bekräftigte ihren (bislang durch Rezitals und Bühnenauftritte genährten) Ruf, zehn Jahre nach dem Beginn ihrer internationalen Karriere zu den führenden Mozart-Sängerinnen unserer Tage aufgeschossen zu sein. Kozená gebietet über eine schlanke, letztlich kleine Stimme von edlem, lupenreinem Timbre.

Und sie versteht es, die begrenzten Mittel so einzusetzen, dass ihr Gesang stets etwas betörend Abgerundetes, eine Art makellosen Glanz hat. Das Resultat ist eine innere, jedwede Manierismen meidende Balance, die nie kalkuliert klingt, sich vielmehr intuitiv einzustellen scheint.
Ein solches Schönklang-Ideal strahlt auch jenes Mozart-Arien-Programm ab, mit dem sich Magdalena Kozená nun – ein weiteres Debüt – zum ersten Mal an der Seite ihres Förderers und Lebensgefährten Simon Rattle an das CD-Publikum wendet. Dass – egal ob die Vorlagen aus «Idomeneo» oder «Le noz­ze di Figaro», aus «Così fan tutte» oder «La ...

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Opernwelt August 2006
Rubrik: CDs, Seite 56
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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