Da Pontes bestes Stück
«Dieses Drama ist nach meiner Meinung das Beste, was ich je gedichtet habe, sowohl hinsichtlich des Stoffes und der Handlung als auch hinsichtlich der Verse. Es ist wollüstig, jedoch nicht lasziv, und erregt von Anfang bis Ende die Anteilnahme des Publikums. Den Beweis dafür erbrachten hundert in kurzer Zeit erfolgte Aufführungen.» So schreibt Lorenzo da Ponte in seinen Memoiren – allerdings nicht über sein Libretto zu «Don Giovanni», sondern über den zweiten Operntext, an dem er 1778 arbeitete: Den «Baum der Diana» für den Spanier Vicente Martín y Soler.
Das sieht die Welt heute zwar etwas anders, aber in den letzten Jahren ist – als erfreuliche Begleiterscheinung der aufblühenden spanischen Alte-Musik-Szene – das Interesse an Mozarts erfolgreichstem Konkurrenten sprunghaft gewachsen: Neben der (im «Giovanni» zitierten) «Cosa Rara» liegen inzwischen auch die vor Martíns Wiener Zeit entstandene «Ifigenia» und die späte, für London komponierte «Capricciosa corretta» auf CD vor. Dass jetzt endlich auch der «Arbore di Diana» greifbar ist, füllt nicht nur eine wichtige Lücke in der Werkchronologie des Valencianers, sondern beweist erneut das faszinierend produktive Konkurrenzklima des ...
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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Medien/CD/DVD, Seite 18
von Jörg Königsdorf
Traumwelt: Welt der Verdrängung, des Subtextes, der Reise in Vorzeiten. Wie es sich anfühlt, diese Welt zu betreten, hat der Philosoph Christoph Türcke höchst anschaulich formuliert. Sich auf den Traum einlassen, schreibt er gleich zu Beginn seines faszinierend eigensinnigen Buches «Die Philosophie des Traums», «heißt in den Untergrund gehen: allen festen Halt...
Der 1935 in Zürich geborene Musiker wanderte 1940 mit seinen Eltern in die USA aus und studierte an der Yale University Orgel, Komposition und Dirigieren. In den 1960er-Jahren pflegte er ein Repertoire, das von Schütz, Händel, Schubert und Bruckner bis Hindemith reichte. Einen Namen machte sich Somary mit Interpretationen von Händel-Oratorien sowie seinem Einsatz...
Eine «tragédie barbare», eine «Babarische Tragödie» soll «Cachafaz» nach den Vorstellungen seines Verfassers Copi alias Raul Damonte Botana sein. Copi, 1939 in Buenos Aires geboren, 1987 in Paris gestorben, lebte seit 1965 meist in der französischen Hauptstadt, schrieb Erzählungen, Theaterstücke, vor allem aber zeichnete er unzählige Comics für verschiedene...
