Zukunftsforschung
Streng abgezäunt sind die drei Biotope, und in allen wird reich geerntet. Hier die Bayerische Staatsoper mit ihren kulinarischen Stückbefragungen und dem weltklassigen musikalischen Niveau, dort das Gärtnerplatztheater, Münchens klingende Volksbühne – und dann gibt es noch die Bayerische Theaterakademie, die regelmäßig mit ihren Ausgrabungen Neugier weckt. Etwa mit Antoine Mariottes «Salome», die zur «Wiederentdeckung des Jahres» gekürt wurde, und jetzt gerade mit «L’arbore di Diana» des Mozart-Zeitgenossen Vicente Martín y Soler.
Letzteres wurde noch von Klaus Zehelein projektiert, doch viel spricht dafür, dass sein Nachfolger im Amt des Akademie-Präsidenten, Hans-Jürgen Drescher, bei dieser Politik bleibt.
Auch künftig soll es also Opern mit dem Münchner Rundfunkorchester im Prinzregententheater geben, wobei Drescher vor übertriebenen Erwartungen warnt – schließlich sei man ja ein Ausbildungsinstitut. «Sicher werden wir Stücke spielen, die andere nicht ansetzen, und damit Aufmerksamkeit erregen, aber die müssen tauglich sein für die jungen Sänger.» Wohin die Reise mit Drescher geht? Das Stichwort «digital» fällt oft im Gespräch. Das geht von der Video-Würze in Inszenierungen über ...
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Opernwelt April 2015
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Markus Thiel
Impressum
56. Jahrgang, Nr 4
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752277
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 09.03.2015
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Sie haben alles versucht. Noch im November vergangenen Jahres mit einem enthusiastisch aufgenommenen «Don Giovanni» gezeigt, was die Opernsparte des Volkstheaters Rostock draufhat. Und jüngst – passend zur Krise – mit «Mahagonny» nachgelegt. Es hat nicht geholfen. Ende Februar stimmte eine knappe Mehrheit der Rostocker Stadtverordneten für eine sogenannte...
Drei abgehackte Köpfe, damit haben wir gerechnet, summa summarum. Wer auszieht zu dreimal «Salome», muss sich schließlich auf eine gewisse Anzahl Kunststoffleichenteile gefasst machen. Aber es werden fünf. Und drei davon gehören nicht Jochanaan.
An Coburg liegt es nicht. Hier wird solide am Libretto entlang erzählt, und auf dem Höhepunkt gibt’s Jochanaans bleiches...
