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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Magazin, Seite 21
von Stephan Mösch

Vergriffen
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Editorial

Um flotte Sprüche war Berlins Regierender Bürgermeister noch nie verlegen. Als «arm, aber sexy» hatte Klaus Wowereit die klamme Kapitale ­gepriesen. Und es besteht kein Zweifel, dass der Oberberliner im Roten Rathaus zum metropolitanen Sex-Appeal, nach dem man sich an Spree und ­Havel so sehr sehnt, auch die drei Opernhäuser der Stadt zählt. Seit Wowereit die...

Charmeloser Schick

Es gibt Inszenierungen, die kommen mit einer einzigen szenischen Idee aus und sind dennoch großartig. Der Hamburger «Rosenkavalier», eine Übernahme aus dem koproduzierenden Helsinki, gehört nicht dazu. In altbewährter Zusammenarbeit mit seiner Gattin hat Marco Arturo Marelli (Regie, Bühnenbild, Licht) das Kunststück fertiggebracht, einen charmanten, witzigen,...

Unbedingter Einsatz, unverstelltes Gefühl

Von Londons Bussen sagt man, sie kämen gern «threefold»: eine Zeit lang nichts, dann drei auf einmal. Ähnlich scheint es im Augenblick mit Massenets «Manon». Im Normalfall eher in den Nischen des Repertoires anzutreffen, machten in den letzten Monaten gleich drei verschiedene Produktionen Furore: die Andrej Serbans, die Gaunerwelt des Film Noir zitierend, an der...