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Caccini: Liberazione
Wuppertal | Opernhaus

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Zuerst ist alles wie immer im Wuppertaler Opernhaus. Der Nierentisch-Charme im Foyer bezaubert durch seine Sterilität, der Sekt ist süß und das Foyer-Team freundlich – nur dass sich diesmal einige junge Leute in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift «Support Team» untergemischt haben. Unterstützung beim Klettern, Mitspielen, Singen? So viel wird vom Publikum nicht verlangt – aber doch eine Art von Mittun und Eintauchen, wie man es bei klassischen Aufführungen mit ihrer «gläsernen Wand» zur Bühne nicht gewohnt ist.

Das beginnt damit, dass man nicht mit seifiger Stimme aus dem Off aufgefordert wird, sein Handy auszuschalten («Gönnen Sie sich den Luxus der Unerreichbarkeit»), sondern im Gegenteil iPads und Smartphones explizit einschalten soll. Die Oper hat eine App bereitgestellt, die Programmtexte und den «Theaterzettel» liefert, aber noch einiges mehr: zum Beispiel die Übersetzung des gesungenen Textes und Livebilder verschiedener Schauplätze, auf denen hier große Oper stattfindet. Hallo Support, warum habe ich noch immer keine WLAN-Verbindung?

Dabei kommt auch dieser multimediale Abend, den das Ensemble AGORA für die Wuppertaler Bühne zugeschnitten hat, nicht ohne ein «Werk» aus. ...

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Opernwelt Juni 2018
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Michael Struck-Schloen

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