Wiedergeburt in Ljubljana

Erste szenische Produktion seit 1864: Offenbachs romantisch-patriotische ­Antikriegsoper «Les Fées du Rhin»

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Wer kennt sie nicht, die Barcarole aus Jacques Offenbachs Oper «Hoffmanns Erzählungen»? Eigentlich entstammt sie der Ouvertüre der siebzehn Jahre zuvor entstandenen, für Wien komponierten, dort auch erfolgreich uraufgeführten Oper «Les Fées du Rhin», deren deutscher Titel etwas irreführend «Die Rheinnixen» heißt. Denn um Nixen im Sinne von Undinen geht es in dem Libretto ­Alfred von Wolzogens und Charles Nuitters nicht, sondern um Feen, die das Chaos einer von Kriegen, will sagen Kriegern zerstörten Welt auf die Spitze treiben, um den Wahn der Menschen zu lösen.


Die Oper spielt mitten in Kriegszeiten deutscher Kleinstaaten, Provinzen und Fürstentümer. Die Hauptpersonen sind allesamt traumatisiert: ein Hauptmann, Franz mit Namen, der seit einer Kriegsverletzung an Gedächtnisverlust leidet, seine von ihm verlassene Jugendliebe Armgard und deren Mutter Hedwig, die geschwängert und verlassen wurde. Gutmensch Gottfried, Jäger von Profession, treibt aus Rache für verübte Kriegsgräuel die Soldaten zum Elfenstein, wo die Landsknechte dem Zauber der todbringenden Feengesänge erliegen sollen. Alles kommt anders. Am Ende findet Franz sein Gedächtnis wieder, die aus Angst vor Schändung in ...

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Opernwelt März 2005
Rubrik: Magazin, Seite 21
von Dieter David Scholz

Vergriffen
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