Wie schwer ist doch das Leichte
Das Stück ist viel schwerer, als es auf den ersten Blick scheint. Ein erster Blick auf die vollgestellte Bühne mit den zwei roten Wohnwagen (Noëlle Ginefri) verheißt pure Leichtigkeit des Seins, das bekannte Theater auf dem Theater: Statt eines Vorhangs sieht das hereinspazierende Publikum auf die betriebsame Szenerie einer italienischen Wandertheatertruppe, deren Personal sich sportiv mit Aufwärmübungen abmüht.
Hastig-komödiantisches Milieu, die bunt-adretten Kostüme der Darsteller (Sylvie Martin-Hyszka), das alles soll auf den frühen Federico Fellini hindeuten, Filme wie «La Strada» oder «I notti di Cabiria». Doch Irina Brook, regieführende Tochter des britischen Theatergenies Peter Brook, hat sich von der italienischen Kinostimmung der Fünfzigerjahre mehr überrumpeln als inspirieren lassen, um Donizettis virtuos spielerisches Melodramma auf die Beine zu stellen. Britische Einstellung, so Brook in der «Berliner Morgenpost» vorab, sei eben: «Wenn man etwas leicht nehmen kann, dann sollte man es auf jeden Fall auch tun.»
Der Ansatz wäre für eine romantisch-nostalgische Buffa von 1832 nicht gleich verfehlt. Und doch kann das von Donizetti und dem Librettisten Felice Romani ...
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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Wolfgang Schreiber
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Herr Köhler, Sie werden Ihren Intendantenvertrag an der Oper Halle 2016 auslaufen lassen. Warum wollen Sie Ihr «Heimathaus» nach drei Jahrzehnten verlassen?
Weil ich die Kahlschlagpolitik der Landesregierung nicht mittragen kann. Als sich im Frühjahr 2013 abzeichnete, dass in Dessau, Eisleben und Halle die Theateretats drastisch zusammengestrichen werden sollen,...
Rachmaninows Lieder sind die mit Abstand meist gesungenen Werke des gesamten russischen Romanzen-Repertoires. Alle großen slawischen Sänger von Schaljapin bis Netrebko haben sie interpretiert und in zum Teil umfangreichen Auswahlen diskografisch verewigt. Rachmaninow selbst, Kussewitzky, Kreisler, Stokowski, Heifetz, Piatigorsky, sogar Morton Feldman (!) und viele...
