Wichtige Regisseure der Saison
Strauss’ «Daphne» (mit Agneta Eichenholz in der Titelpartie) verortet Christof Loy «in einem Klima kaum mehr nur latenter Gewalt und permanenter männlicher Brunft» (OW 4/2015). Was am Theater Basel zu besichtigen war, «kann man das Prinzip Loy nennen. Es ist das Prinzip Verknappung, das Prinzip Andeutung.
»
«Die Sache mit der großen Liebe, der wahren, alles verschlingenden, nie erfüllten, und deshalb umso heftiger ersehnten Liebe – Hans Neuenfels, der «Regisseur des Jahres», brennt nach wie vor für diese meistgeprobte aller archetypischen Geschichten» (OW 9-10/2014). Was für seinen ersten Puccini gilt – «Manon Lescaut» an der Bayerischen Staatsoper in München (mit Markus Eiche als Lescaut und Kristine Opolais als Manon) – trifft auch auf Strauss’ «Ariadne auf Naxos» an der Berliner Staatsoper zu (3, mit Brenda Rae als Zerbinetta und Camilla Nylund in der Titelpartie, siehe OW 8/2015).
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Jahrbuch 2015
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 118
von
Wenn man Elena Sancho Pereg auf der Bühne der Düsseldorfer Rheinoper erlebt, vergisst man fast, dass sie singt. Zuallererst wird man gebannt von ihrem Spiel, ihrer faszinierenden Erscheinung. Erst dann registriert man die Qualität ihrer Stimme. In der Theaterwelt bezeichnet man eine solche Ausnahmebegabung auch als «Bühnentier». Der Begriff bezeichnet sehr treffend...
Obersalzberg, freier Blick auf Rom. Vorm Panoramafenster in Berchtesgaden kann der Volkstribun Cola Rienzi ungestört seinen Befriedungsfantasien nachhängen. Dem Zuschauer wird nicht recht wohl dabei. In der getäfelten Hölle des Berghofs fand Regisseur Philipp Stölzl sein bislang frappierendstes, polarisierendstes, unverschämtestes Bild. Ein Kurzschluss! Rienzi und...
Niccolò Jommelli (1714-1774) «mischte italienische und französische Elemente nicht mehr oder weniger, sondern anders als Gluck und Traetta – nur dass Gluck besser auf der Klaviatur der Medien spielte und sich gezielter international vermarketete» (OW 4/2015). Zu Jommellis 200. Geburtstag setzten Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Oper Stuttgart «Berenike,...
