Von allem das Beste
Herr Bachler, stimmt es eigentlich, dass Sie in München mal als Kellner gearbeitet haben?
Ja, als Student einen ganzen Sommer lang. In einem Café am Odeonsplatz. Das muss so Anfang der Siebzigerjahre gewesen sein.
Und da konnten Sie zum ersten Mal beobachten, wie die Münchner ticken?
Vor allem habe ich damals zum Theater gefunden. Durch den «Sommernachtstraum» von Peter Brook. Ein Gastspiel im Münchner Residenztheater. Bis dahin wusste ich nicht so recht, ob ich Medizin studieren oder ans Max Reinhardt Seminar nach Wien gehen sollte.
Die Begegnung mit Brook war die Initialzündung.
Sie stammen aus der Steiermark, haben lange in Wien gelebt. Sie waren dort Intendant der Festwochen, der Volksoper und des Burgtheaters. Als Sie 2008 wieder nach München zogen – war das ein Wechsel in die Fremde?
Sagen wir es so: Ich staune jeden Tag, wie unterschiedlich sich Wien und München anfühlen. Die Atmosphäre, die Mentalität der Menschen, das kulturelle Klima – es liegen Welten zwischen diesen Städten. Wien orientiert sich eher nach Osten, in München spürt man eher den Geist des Mittelmeerraums. München ist eine mediterrane Stadt. Für mich ist das ein hochspannendes Arbeitsfeld.
Hat der junge Kellner ...
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Opernhaus des Jahres, Seite 6
von Albrecht Thiemann
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