Vom ersten Schrei bis zum letzten Ton

Physiologie, Analysemethoden, Ausbildung, künstlerische Praxis: Der Musikmediziner Bernhard Richter untersucht «Die Stimme»

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Wer vieles bringt», sagt der Theaterdirektor in Goethes «Faust»-Vorspiel, «wird manchem etwas bringen; und jeder geht zufrieden aus dem Haus. Gebt ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken. Solch ein Ragout, es muss euch glücken.» Das Stück heißt «Die Stimme», und es verspricht viel, zielt im Grunde auf alles, was die vox humana betrifft: «Grundlagen – Künstlerische Praxis – Gesunderhaltung». Vorgelegt hat es Bernhard Richter, Leiter des Instituts für Musikermedizin an der Hochschule für Musik Freiburg.

Munden soll das «Ragout» (um in der Sprache des Theaterdirektors zu bleiben) allen, die sich mit der menschlichen Stimme beschäftigen: Phoniatern und Pädaudiologen, Gesangslehrern und Sprecherziehern, Sängern, Kritikern und Melomanen.

Nach einem Presto-Galopp durch die Stimmhistorie geht es in zehn ­Kapiteln um physiologische Grundlagen, Methoden zur Darstellung, Analyse und Beurteilung von Stimmen, um Stimmakustik, Stimmarten, -gattungen und -fächer, um Stimmregister, um Stimmphysiologie in der Ausbildung von Sängern und Schauspielern, um psychologische Aspekte der Ausbildung, Dysodie (Stimmstörungen), die Lebenskurve der Stimme sowie ihre Pflege und Hygiene. Das Buch behandelt ...

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Opernwelt Januar 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Jürgen Kesting

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