Versuche über Puccini
Zwei Tage nach der «Trittico»-Premiere in Rom lief im Mailänder Piccolo Teatro auch schon Ihre Inszenierung der «Dreigroschenoper» an. Wie kann bei einem solchen Zeitplan gewissenhafte Probenarbeit funktionieren?
Die Wahrheit ist: Ich konnte nicht alle Proben selbst übernehmen. Bei «Trittico» stand mir meine Assistentin Eleonora Gravagnola zur Seite, und zum Glück waren vier der Hauptdarsteller schon bei der Wiener Premiere dabei. Für die Zweitbesetzung war es schwieriger, weil ich die Rollenprofile je nach Persönlichkeit zuschneide.
Bietet eine andere Besetzung auch die Chance zur Weiterentwicklung?
Die Arbeit an einer Produktion ist nie abgeschlossen, es bleibt stets ein Versuch. Ich will allerdings nicht verhehlen, dass ich lieber konzentriert mit einem Sänger arbeite. Sicher bietet ein neuer Cast neue Möglichkeiten, doch meist fehlt dann die Zeit. Letztlich ist es aber so: Ein gutes Regiekonzept ist zwar unverzichtbar. Trotzdem sind es am Ende die Sänger, die auf der Bühne stehen und im Publikum Emotionen wecken müssen. Entweder sie überzeugen – oder eben nicht.
Puccini hatte einen Abend aus kontrastierenden Einaktern im Sinn. Sie hingegen wollen eine einzige Geschichte erzählen.
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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Aus der Werkstatt, Seite 48
von Florian Amort
Unter den großen Komponisten des 19. Jahrhunderts ist Hugo Wolf der Lyriker par excellence. Bei ihm steht das Wort im Zentrum wie bei keinem seiner Vorgänger. Seine Musik dient den Dichtern – Goethe und Mörike zuallererst, aber auch Eichendorff, Paul Heyse und Emanuel Geibel. Gleiches ließe sich, über die Sprachen und Zeiten hinweg, nur noch von Francis Poulenc...
Impressum
57. Jahrgang, Nr 7
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Best.-Nr. 752291
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 06.06.2016
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Schwer zu sagen, wem das Copyright für dieses wunderschrundige Theater der Vergeblichkeit gebührt. Für diese tragikomischen Gestalten mit starrem Blick und wachem Ohr, denen das Leben längst entglitten zu sein scheint. Für die hinterlistig verschrobenen, aus Musik und schwarzem Humor gewonnenen Geschichten, die uns so rätselklar anspringen. Immer wieder. Seit sie...
