Verrückt nach Oper

Seit der Barockzeit wird auf Malta Musiktheater gemacht – in Bars und auf der Bühne. Zuletzt standen (zum ersten Mal!) Mozarts «Zauberflöte», Milhaud und Vaughan Williams auf dem Programm. ­Impressionen von einer ungewöhnlichen Reise

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Man denkt nicht gleich an Oper, wenn von Malta die Rede ist. Ist es doch vor allem die Architektur aus 5000 Jahren, das unvermittelte Nebeneinander von arabischer und christlicher Kultur, von Mittelalter und Renaissance, die dieser Insel ihre touristische Anziehungskraft geben. Oper gespielt wird hier, mit Unterbrechungen, seit der Barockzeit. Malta hat einige international erfolgreiche Sänger hervorgebracht, zuletzt die Sopranistin Miriam Gauci und den Tenor Joseph Calleja. Der Einladung zu einem bescheidenen Opernfestival in Valletta folgen wir vor allem aus Neugier auf die Insel selbst.

Wir entdecken dort neben den erwarteten, teilweise spektakulären Kunstschätzen auch die Spuren einer eigentümlichen und unverwechselbaren Opernlandschaft.
Narcy Calamatta, der uns im Auftrag der Malta Tourism Authority zu den Sehenswürdigkeiten der Insel führt, macht immer wieder auf die Theaterhaftigkeit der Schauplätze aufmerksam. «Da könnte man ‹Norma› inszenieren, das da ist der richtige Ort für ‹Cavalleria rusticana›.» Calamatta ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker, ein Mann des Theaters, mit der Oper groß geworden, sein Vater war Impresario, setzte den Sprössling im Kinderchor in «La ...

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Opernwelt Mai 2009
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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