Upper West Side Story

Das Lincoln Center in New York wird besucherfreundlicher – und stadtverträglicher

Opernwelt - Logo

Kein New York-Besuch ist wirklich gelungen ohne einen Abend im Lincoln Center. Seit seiner Eröffnung vor fünfzig Jahren gilt es als das amerikanische Zentrum für Musik, Oper, Schauspiel und Tanz. Insgesamt zwölf Organisationen (von der Juilliard School bis zur Metro­politan Opera, dem New York City Ballet über die New York Philharmonic bis zur School of American Ballet) präsentieren dort jedes Jahr mehrere tausend Veranstaltungen auf insgesamt 22 Bühnen. Der Andrang ist enorm: Fünf Millionen Besucher zählt das Kulturzentrum per annum.


Gleichwohl gilt das Lincoln Center als Sanierungsfall. Und das nicht nur, weil der Komplex nach fünfzig Jahren Betrieb technisch umfassend saniert werden muss, sondern auch, weil man einige Geburtsfehler aus den fünfziger Jahren lange nicht korri­gierte. Schon seit dem Frühjahr 2006 wird das Lincoln-Center deshalb einem gewaltigen Lifting unterzogen. 482 Millionen Dollar hat die Leitung für die Um- und Anbauten bereits gesammelt (insgesamt sollen sogar 702 Millionen Dol­lar verbaut werden). Etwa drei Viertel des Geldes werden von privaten Spendern aufgebracht, ein Viertel kommt von Stadt, Staat und Bund. Keines der großen und prägenden Gebäude wie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2008
Rubrik: Magazin, Seite 31
von Ulf Meyer

Vergriffen
Weitere Beiträge
Phönix aus der Asche

Manchmal werden selbst die üppigsten Rechnungen ohne den Wirt gemacht. Das Größte, das Schönste, das Beste sollte es sein, als man Anfang der neunziger Jahre in Baden-Baden über ein neues Veranstaltungshaus für Konzerte, Ballett- und Opernaufführungen nachdachte. Die beschauliche Stadt an der Oos hatte es satt, in der öffentlichen Wahrnehmung als Kurort und...

Verblüffend authentisch

Luigi Cherubinis «Médée» gerät seit ihrer Pariser Uraufführung 1797 regelmäßig in Vergessenheit, um periodisch immer wieder neu entdeckt zu werden. Ihre jüngste Renaissance mit Inszenierungen in Wien (siehe OW 5/2008) und Brüssel (siehe OW 6/2008) verdankt sie Heiko Cullmanns 2007 erschienener, preisgekrönter Neuedition im Simrock-Verlag. Der Klagenfurter...

Paradoxer Fall

Schon der Beginn der Oper klingt verhei­ßungsvoll: Das Symphonieorchester des Bay­erischen Rundfunks präsentiert sich unter der Leitung von Bertrand de Billy vom ersten Takt an als jener exquisite Klangkörper von geschmeidiger, in allen Belangen differenzierender Tongebung und rhythmi­scher Elas­tizität, als der er diese Aufnahme bis zum Schluss maßgeblich prägt....