Unaufdringlich eindringlich
Nach ihrer 2016 erschienenen CD mit Vokalmusik von Erik Satie und diversen diskografischen Ausflügen als Dirigentin kehrt Barbara Hannigan, wiederum begleitet von Reinbert de Leeuw, zum Liedrepertoire zurück. Zusammengestellt haben die beiden Künstler diesmal ein Programm, das mit Werken von Schönberg, Webern, Berg, Zemlinsky und Alma Mahler ins Wien des Fin de Siècle führt – an jene Schwelle zur neuen Musik, wo die «Luft von anderem Planeten», wie es in dem später von Schönberg vertonten George-Gedicht heißt, zwar schon zu ahnen ist, aber noch nicht wirklich weht.
Es sind ausnahmslos Lieder junger, noch in den Zwanzigern stehender Komponisten, die an den Grenzen der Tonalität rütteln – am entschiedensten Webern in seinem fast konstruktivistisch-durchsichtigen Satz, am wenigsten der noch ganz im Bann von Brahms stehende, gefühlvoll-konventionelle Zemlinsky, während in Bergs lyrisch-emphatischer, selbst vor Strauss’schen Aufschwüngen nicht zurückschreckender Melodiosität sich bereits der Musikdramatiker ankündigt. Für sich steht Alma Mahler, von deren wenigen Liedern man nicht so genau weiß, wer sie wirklich «komponiert» hat. Für sich steht aber auch, mit der abschließenden ...
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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Uwe Schweikert
alpha
13.01. – 20.15 Uhr
Nézet-Séguin dirigiert
Mahler: Symphonie Nr. 1
20.01. – 20.15 Uhr
Gergiev dirigiert Mussorgsky:
Bilder einer Ausstellung
27.01. – 20.15 Uhr
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5
Symphonieorchester des BR, ML: Jansons, Klavier: Barenboim
arte
30.12. – 17.30 Uhr
Orff: Carmina Burana
Die geheimnisvolle Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking bietet...
Für einmal nicht «Hänsel und Gretel», sondern «Aschenputtel». Doch nicht von Rossini (und auch nicht von Massenet), sondern aus der Feder einer der bedeutendsten Sängerinnen der Operngeschichte. Pauline Viardot, die erste Fidès in Meyerbeers «Le prophète», die seit 1841 regelmäßig als «Cenerentola» in Rossinis Oper brilliert hatte, ließ 1904 eine einaktige Operette...
Fies ist das Urmel geworden. Außerdem pafft es auch noch. Oder ist’s doch dessen missratener Spross mit scharfem Zahngebirge, müden Karl-Dall-Lidern und gefährlich ausschlagendem Rumpf? Dieses Drachengetier befindet sich in guter Gesellschaft angesichts der anderen Zöglinge – dem fast gesichtslos düsteren Hagen oder dem knollennasigen, rothaarigen Sonnyboy...
