Un grande spettacolo
Es geht fröhlich zu im ehrwürdigen Teatro alla Scala. Kein Wunder, wo doch zum Ausklang der Spielzeit eine Oper für Kinder auf dem Programm steht: «Ratto dal Serraglio». Es wird gelacht, geschubst und gedrängelt. Die Orchestermusiker werden auf ihrem Weg in den Graben mit brausendem Beifall und zustimmenden Pfiffen begrüßt. Dann verlischt langsam das Licht, hier und da mahnt jemand zur Ruhe.
Und schon die ersten Takte von Mozarts «Entführung aus dem Serail» – gespielt wird eine reduzierte Fassung in italienischer Sprache als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen – verbreiten eine zauberhafte Stimmung in dem mit Grundschülern vollbesetzten Haus.
«Das ist ein tolles Gefühl», sagt Felizia Bade, eine der ersten Geigerinnen. Denn man spüre während der gesamten einstündigen Aufführung «die pure Neugier und Freude der Kinder». Die 24-jährige Musikerin aus dem ostwestfälischen Vlotho lebt nach einem Studium in Lugano seit ein paar Monaten in Mailand und hat an der Akademie einen zweijährigen Meisterkurs für Orchestermitglieder belegt. Das Teatro alla Scala pflegt nicht nur den Nachwuchs im Publikum, sondern seit Jahren und mit großem Erfolg auch den des Theaters ...
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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Henning Klüver
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