Top und Flopp
Sprache und Klang, Auge und Ohr, wie geht das zusammen? Mauricio Kagel erfand das
«instrumentale Theater», Dieter Schnebel schrieb «sichtbare Musik», um uns die Grenzen traditioneller Werkvorstellungen und Rezeptionshaltungen vorzuführen. Als Grenzgänger wird heute auch der Komponist Helmut Oehring gefeiert. Zu Laut und Wort tritt bei ihm, dem Kind gehörloser Eltern, das Zeichensystem der Gebärden. «Kalkwerk» heißt sein mit dem Künstlerkollektiv «Parallelaktion» entwickeltes «Musiktheaterprojekt» nach Thomas Bernhard.
Ein sprechendes Streichquintett (ensemble mosaik) zitiert Schubert, produziert rasende Läufe; drei Schauspieler rezitieren aus Bernhards Romanpartitur (Regie: Albert Lang). Zwischen Plastekisten, eingetopften Bäumchen und verwaschenen Videos. Was das im Berliner Radialsystem uraufgeführte Ganze bringt? Leider vor allem Leerlauf und Langeweile.
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Opernwelt April 2013
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Albrecht Thiemann
54. Jahrgang, Nr 4
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752254
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 11.03.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
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