Strahlemann

Saimir Pirgu nimmt sich das lyrische Tenor-Repertoire von Donizetti bis Cilea vor

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Wie ein Sonnenstrahl gleißt das hohe C, als Rodolfo in «Che gelida manina» von «speranza», von der Hoffnung spricht. Hell glänzt auch das der Arie «Salut! Demeure chaste et pure», in der Faust Marguerites Heim als Wohnsitz einer holden Seele bestaunt. Ja, in der Höhe hat Saimir Pirgu Flügel. Und jenen «giovanile ardore», die jugendliche Glut, die Alfredo in «O mio rimorso! Oh infamia» erwähnt? Hat er auch, keine Frage.

Überhaupt den Drive, die Attacke für das Repertoire zwischen Donizetti und Cilea, dem er sich – unaufdringlich begleitet vom Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino unter Speranza Scappucci – auf seiner neuen Solo-CD «Il mio canto» widmet. Ein Album mit Hits für lyrischen Tenor, auf dem auch Werther und Edgardo nicht fehlen. Zugleich ein Gebiet, auf dem er sich, von Gedda über Domingo bis Alagna, mit einer langen Konkurrentenliste messen muss. Es zeigt sich: Ganz oben an der Spitze kann Pirgu nicht mithalten – ungeachtet der schönen Spitzentöne.

Woran liegt’s? Pirgu kämpft mit technischen Schwierigkeiten, die beim Hören nebenbei nicht allzu sehr, beim konzentrierten Lauschen aber empfindlich ins Gewicht fallen. Merkwürdig instabil sitzen die Vokale. Will Pirgu ...

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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 32
von Wiebke Roloff

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